Rezensionen

The Late Call – Pale Morning Light

The Late Call - Pale Morning Light

Vor knapp vier Jahren wanderte der Münsteraner Johannes Mayer nach Schweden aus, um dort sein Glück als Musiker zu finden. Und das schien dort offensichtlich mit einer gehörigen Portion Inspiration auf ihn zu warten. So veröffentlichte er bereits 2009 mit seinem Projekt The Late Call das Solo-Debüt „Leaving Notes“, um nur ein Jahr später das zweite Album „You Already Have A Home“ folgen zu lassen. Gerade der zweite Streich zeichnete sich nach dem doch eher melancholischen Vorgänger durch eine gehörige Portion guter Laune aus.

Nachdem er Album 1 und 2 innerhalb eines Jahres veröffentlichte, ließ er bis zu Album Nr. 3 nun zwei Jahre ins Land ziehen. Im Mittelpunkt steht wie gewohnt Mayer’s warme Stimme, die wie ihr sicherlich in der Vergangenheit schon des öfteren gehört habt, stark an einen gewissen Chris Martin erinnert. Die vom Debüt gekannte Reminiszenz an Coldplay’s Debüt „Parachutes“ ist allerdings nicht mehr da. Stattdessen bietet er eine Fortsetzung der Folk-Pop-Klänge von „You Already Have A Home“. Beschwingt, nur von Piano und Gitarre begleitet singt er sich durch den Opener „Wandering Through An Empty Field“.

Und man stellt sich dabei förmlich den Musiker vor, wie er unter der Sommersonne durch ein Feld in der Weite Schwedens wandert und dabei ein breites Lächeln auf den Lippen trägt. Wie man das von The Late Call kennt, bietet er auch in der Folge jede Menge Stücke, die direkt über die Ohren ins Herz des Hörers fließen. Die Wärme von Mayer’s Stimme sorgt dabei trotz herbstlicher und sinkender Temperaturen für eine angenehme Wärme, die einem die morgendliche Fahrt im Bus versüßen kann und sich auch ideal für einen Sonntagmorgen bei einer Tasse Tee eignen. Vor allem rhythmisch bietet „Pale Morning Light“ deutlich ausgereiftere Kompositionen als jedes seiner Alben zuvor. Einziges Manko ist vielleicht, dass wirkliche Hits, wie „Fribourg“, „Put Your Lights On“ und „Cards On The Table“ fehlen. Dennoch bietet auch das dritte The Late Call Album vieles, was andere deutsche Singer-Songwriter, wie zum Beispiel HONIG, dessen zweites Album „Empty Orchestras“ letzte Woche ebenfalls erschien, derzeit vermissen lassen. Nämlich viel Herz und vor allem der Mut eine Idee entschlossen durchzuziehen und nicht mitten im Song einen Rückzieher zu machen.

The Late Call auf Tour

24. Oktober 2012, Kiel, Schaubude
25. Oktober 2012, Hamburg, Nachtasyl
26. Oktober 2012, Aachen, Raststätte
27. Oktober 2012, Offenbach, Hafen 2
28. Oktober 2012, Bielefeld, Bunker Ulmenwall
30. Oktober 2012, Hannover, Sing Sing
31. Oktober 2012, Gera, Comma
01. November 2012, (CH) Aarau, Café Tuchlaube
02. November 2012, (CH) St. Gallen, Oya
03. November 2012, Stuttgart, Zwölfzehn
04. November 2012, Paderborn, Sputnik


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