Rezensionen

The Late Call – Golden

The Late Call – Golden

Schweden ist bekanntlich schon immer ein Land, das gute Singer-Songwriter hervorbringt. Gute Beispiele dafür sind Künstler, wie Kristofer Åström und auch Björn Kleinhenz, die schon längere Zeit mit ihren eigenen Interpretationen von Pop- und Singer-Songwriter-Sounds, angereichert durch eine gewisse Prise Northern Blues, auf sich aufmerksam machen.

Das ferne Schweden schien vor einigen Jahren auch den Münsteraner Johannes Mayer alias The Late Call anzusprechen und so siedelte er nach Stockholm über, wo er mittlerweile die drei Studioalben „Leaving Notes“, „You Already Have A Home“ und „Pale Morning Light“ geschrieben und über das Hamburger Label Tapete Records veröffentlicht hat.

Drei Alben, die neben ausgefeilter Intrumentierung vor allem von seiner Stimme lebten, die in angenehmer Nähe zu Coldplay’s Chris Martin steht und die auch vor etwas fülligerer Soundkulisse bestehen kann, wie auf dem dritten Werk „Pale Morning Light“ zu hören war. Ein Album, das einen deutlich ausgeprägteren Hang zu einem vollen Bandsound zeigte, der sich etwas vom reinen Singer-Songwriter-Sound der Vorgänger entfernte.

Auf dem neuesten The Late Call Werk „Golden“ wird diese Entwicklung weiter geführt. So bietet Johannes mit seiner Band zwölf Songs in bester Tradition von Nick Drake und anderen Größen des klassischeren Folksounds. Stücke mit gekonnt ausgearbeiteten Texturen für alle Stimmungslagen. Da machen die schnelleren Nummern, wie der unterhaltsame Popsong „Carry“, genau so viel Spaß, wie das langsamere „The Pact“ und die Ballade „Come Alive“. Im Mittelteil erinnern The Late Call bei etwas bombastischeren Songs, wie „Pickpocket“ und „Change of Scenery“ dann sogar ein wenig an die frühen Coldplay. All das macht „Golden“ zu einem Album, das zeigt, wozu deutsche Musiker in der Lage sind, so dass man sich wünscht, dass bald auch eine breitere Öffentlichkeit den Namen The Late Call kennt, die hört aber wohl lieber Philipp Poisel, Johannes Oerding und Tim Bendzko.

The Late Call auf Tour

06. Mai 2015, Kiel – Schaubude
07. Mai 2015, Hamburg – Nachtasyl
09. Mai 2015, Mainz – Wohnzimmer @ Schon Schön
10. Mai 2015, Bielefeld – Bunker Ulmenwall
12. Mai 2015, Regensburg – Buchhandlung Dombrowsky
13. Mai 2015, Köln – Wohngemeinschaft
14. Mai 2015, Aachen – Raststätte
16. Mai 2015, Berlin – Grüner Salon


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Cover-Art by Elisabeth Moch

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