Rezensionen

The Killers – Day & Age

killers_day_ageEines muss man den Killers lassen, auch mit ihrem mittlerweile dritten Album „Day & Age“ beweisen die Knaben aus Las Vegas, dass der Schlager kein rein deutsches Phänomen ist. Dabei strafen sie jeden Lügen, der behauptet, The Killers hätten ihre Überzeugungen verraten und sich dem Mainstream verkauft. The Killers zielten von Beginn an auf den Mainstream ab, anders lässt sich die große Geste von Tracks wie „Mr. Brightside“ und „Bones“ nicht erklären. Auf „Day & Age“ überlassen sie nun nichts mehr dem Zufall, die Devise im Studio lautete wohl, Alles oder Nichts. Dafür wählten sie Produzent Stuart Price, der auch schon Madonna, Depeche Mode und No Doubt polierte.

So ist „Day & Age“ ein Album wie die Heimat der Killers, Las Vegas. Groß, schillernd, glänzend und oberflächlich. Wie so eine Mischung aus den Bühnenauftritten der verschiedenen Epochen von Las Vegas Casino Shows, über glorreich schillernd bei Frank Sinatra, zu trashig abgewrackt bei Elvis Presley, bis hin zum familienfreundlichen Hausfrauenschwarm Tom Jones. Bedeutet, „Day & Age“ ist durchaus abwechslungsreich gehalten und ein lupenreines Popalbum. Nur mögen muss man es nicht unbedingt. Wem „Sam’s Town“ zu protzig war, der wird bei „Day & Age“ wahrscheinlich Ohrenkrebs vor lauter Schmalz und großer Geste bekommen. Wer sich dennoch nicht von Saxophonen, hochpolierten Keyboards, Männerchören und kitschig weihnachtlichen Rhythmen („Neon Tiger“, „The World We Live In“) abschrecken lässt, der könnte sogar Spaß an „Day & Age“ haben. Eure WhiteTapes gehen derweil kollektive die Ohren waschen und hoffen, dass dieses Rauschen bald nachlassen möge.

Video zu „Human“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=n6r4KT8-VX0

Myspace der Band
The Killers bei Vertigo.FM

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