Rezensionen

The (International) Noise Conspiracy – The Cross Of My Calling

tinctcomcDa sind sie wieder. Die 5 Schweden um Frontmann Dennis Lyxzen. „The Cross of my calling“ ist das vierte reguläre Studio-Album der Schweden. Aber erstmal ein Zeitreise in das Jahr Vier nach der Jahrtausendwende. The (International) Noise Conspiracy veröffentlichen mit „Armed Love“ Album Nummer 3 und damit ein Monster des Garagenrocks. Zehn tanzbeinschwingende Songs voller Rhythmik, Aussagekraft und Wut. Zehn mal Kampf gegen Kapitalismus, Krieg und Unterdrückung. Auch wenn „Capitalism Stole My Virginity“ der Überhit vom 2002er Album „Another Morning, Changing Weather“ war, so gilt dieses Album das Beste, was bis dato aus der Feder von Dennis Lyxzen kam. Produziert wurde dieses Album von niemand geringem als Legende Rick Rubin. Und weil das alles so gut funktioniert hat, durfte der gleich noch einmal ran.

Willkommen in 2008. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Inzwischen ist Barack Obama designierter Präsident der USA, Guns’N’Roses, also das was in Person von Axl Rose davon übrig ist, kündigen zum wiederholten Male die Veröffentlichung von „Chinese Democracy“ an und The (International) Noise Conspiracy veröffentlichen „The Cross of my Calling“. In den letzten 4 Jahren tourten T(I)NC durch die ganze Welt (und Krefeld), außerdem hatte jedes Bandmitglied noch so seine Nebenprojekte (The Lost Patrol Band, Knuggen Faller etc. pp.) und sie haben sich Zeit gelassen beim Aufnehmen. Alles sollte perfekt sein, der Sound, die Wörter, die komplette Abstimmung. Und sie haben es ein weiteres Mal geschafft. Man mag sich streiten über das psychedelisch wirkende Cover, ob es schön ist oder nicht. Aber entscheidend ist wie immer der Inhalt. Und der ist mit Schönheiten besetzt. Ein fast schon psychedelisch wirkendes Intro, erinnert stark an die Doors. „Assassination Of Myself“ die erste Single, findet einen leicht holprigen Start ins Geschehen, doch wird beim genaueren Hören zur Perle. „Dustbins Of History“ ist ein nach vorn treibender Rocksong zum Wohlfühlen. „Arm Yourself“ gibt die Anleitung zur Selbstverteidigung. „Hiroshima MonAmour“ überzeugt mit beinahe hymnenartigem Refrain. Eine ruhige Soulnummer ist „Boredom of Safety“. In „Child of God“ wird es dann sogar religiös, T(I)NC verkünfen weder Gott, noch jemand anderes darf über unser Handeln urteilen und feiern die Indiviualität. Kurze, verspielte Pause im Interlude um explosionsartig bei „I Am Dynamite“ weiter zu machen. „Washington Bullets“ in bester T(I)NC Manier und „Satan Made My Deal“ sind weitere starke Song auf diesem Album. Wirkt vor allem letzter Song sehr leicht und genießbar und versprüht ein sonniges Feeling mit bösem Inhalt. Denn die Grundstimmung ist immer Kapitalistismus-kritisch und stets links gehalten. Verspielt, improvisierend und Überlänge bildet das Abschlussstück und gleichzeitig Album-Namensgeber „The Cross of my calling“. 8:39 ist das gute Stück lang. T(I)NC sind einmal mehr neue Wege gegangen, haben vieles ausprobiert und sind trotzdem immer noch ihren Idealen treu geblieben.

Video zu „Capitalism Stole My Virginity“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=mUU1Qb0nZbU

Myspace der Band
Band-Infos bei Starkult Promotion

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