Rezensionen

The Horrors – "Skying"

Faris Badwan zeigt sich in diesem Jahr von seiner ganz produktiven Seite. Veröffentlichte er doch in diesem Jahr nicht nur ein Album als Cat’s Eyes, sondern nun auch mit seiner Hauptband The Horros den Nachfolger zum Mercury Prize nominierten „Primary Colours“, dem 2ten Album der Band, mit dem sie sich 2009 raus aus einer düsteren Prog-Rock-Ecke mitten ins Herz der Indie-Szene spielten.

Mit gut durchdachten Kompositionen, die sich über bis zu acht Minuten immer weiter in einem Mix aus Kraut-, Garage-, Post-, Prog-Rock und Shoegaze mit hypnotisierenden Elementen steigerten. Ihrem Zweijahres-Release-Rhythmus folgend steht jetzt mit „SKYING“ kurz nach dem Release des bereits erwähnten Cat’s Eyes Debüts das dritte Album von The Horrors in den Startlöchern. Wie schon auf „Primary Colours“ hört das Horror-Element schon beim Bandnamen und dem Look der Band, die sich meist schwarzgekleidet und stark geschminkt präsentiert, auf. Die Produktion übernahm die Band nun selbst und wendet sich in ihrem Sound nun etwas mehr Richtung frühe 80er Jahre, als aus Post-Punk New Wave wurde. Der Stilwechsel sorgt für noch mehr Abwechslung im weiten Soundfeld der Band und sorgt für eine noch deutlichere Aufhellung, als noch bei „Primary Colours“. Das hypnotische und raue Element des Vorgängers ist nun leider einer gewissen Trantütigkeit gewichen, der von der Plattenfirma als „romantische“ Verschleierung der Melodien beschrieben wird. Das nimmt dem Sound der Band aber leider viel zu oft die Spannung, was dazu führt, dass man nun seltener hypnotisiert, aber dafür häufiger gelangweilt ist, von den sich bis zu acht Minuten aufbauenden Stücken der Band.

Rating: ★★★½☆
The Horrors

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