Rezensionen

The Heart Of Horror – Into My Own

The Heart Of Horror - Into My Own

Als Mathias Reetz 2006 das Singer-Songwriter-Projekt The Heart Of Horror ins Leben rief hätte er sich die folgende Entwicklung zunächst wohl nie so erträumt. Zunächst veröffentlichte er eine Solo-EP und bald das Debüt „You Need A Coin“. Mittlerweile zu einer Band angewachsen fand er sich im Vorprogramm von Tom Morello, Keith Caputo, Brett Dennen, Charlotte Hatherley und School of Seven Bells wieder. Knapp ein Jahr nach dem Release seines Debüts kam dann die vielleicht überraschendste Wendung seiner Karriere. Der Bonner nahm nämlich den Platz von Aydo Abay bei den Koblenzer Alternative-Rockern von Blackmail ein.

2011 veröffentlichte er mit Blackmail dann auch schon ein Album mit Namen „Anima Now!“. Sein Ursprungs-Projekt The Heart Of Horror lässt er natürlich dennoch nicht ruhen, auch wenn es in der öffentlichen Wahrnehmung nun fast so etwas wie ein Nebenprojekt des Sängers von Blackmail geworden ist. Aber das Mathias seine Wurzeln pflegt spricht natürlich für ihn und seine Blackmail Kollegen sind ja auch noch in anderen Nebenprojekten aktiv, so kommt also keine Langeweile auf.

Produziert wurde „Into My Own“ von Dennis Scheider (Gitarrist von Muff Potter), bei dessen Label Richard Mohlmann Records Mathias vor drei Jahren sein Debüt veröffentlichte. Im Pressetext werden die Songs beschrieben als „poppige und tiefsinnige Streicheleinheiten, die man sonst nur von Bands wie Death Cab For Cutie kennt“. Und das trifft es auch in etwa. Da ist zum Beispiel das nachdenkliche „Easy“, in dem Mathias in knapp sechs Minuten entspannten Indie-Pop zum Schwelgen und Träumen bietet. „Going Nowhere“ zeigt den Sänger in einem üppig instrumentierten, schwermütigen Stück Indie-Rock mit ausschweifendem Arrangement, bei dem The Heart Of Horror viel Feingefühl und Melodiegespür zeigen.

Ein schöner Moment ist auch „Aeroplane“, das eine wirklich dichte Stimmung erzeugt und wohl eindeutig eines der Highlights auf „Into My Own“ darstellt. Insgesamt sind diese aber doch leider rar gesät. Das Album ist vor allem gefällig und die Spielfreude hört man der Band auf jeden Fall an. Die wirklich großen Elemente, die sich nachhaltig einprägen würden, sind allerdings viel zu selten. So gelingt es Mathias Reetz jedenfalls nicht, dass der Name The Heart Of Horror irgendwann bekannter ist, als der Name Blackmail.


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