Rezensionen

The Head and The Heart – Let’s Be Still

The Head and The Heart - Let's Be Still

Auch zwanzig Jahre nach Release des letzten Nirvana Albums „In Utero“ ist Seattle immer noch nur bekannt für eine weltberühmte Kaffeekette mit überteuertem Fair-Trade-Kaffee, Schlaflos in Seattle und Grunge-Rock. Dabei hat die Band in den letzten Jahren einige der wichtigsten Vertreter der neuen Folkbewegung hervorgebracht. Darunter vor allem Band Of Horses, Fleet Foxes aber auch Grand Archives und auch The Head and The Heart. Alle haben gemeinsam, dass sie eine enge Verbindung zur Stadt und auch zum Kultlabel Sub Pop haben. Vor zwei Jahren veröffentlichte das Sextett aus der Stadt am Lake Washington sein selbstbetiteltes Debüt und durfte sich neben vielen positiven Kritiken auch über gut besuchte Tourneen, einige Platzierungen in Fernsehserien wie How I Met Your Mother, Hart of Dixie und Chuck und mehr als 280.000 verkaufte Einheiten des Albums freuen. Nur zwei Jahre nach dem Debüt ist die Band aus dem Regenstaat Washington nun auch schon mit ihrem zweiten Album „Let’s Be Still“ zurück. 13 Songs, die von Shawn Simmons produziert wurden, der auch schon zuvor mit der Band gearbeitet hatte. Das Mischen übernahm dann niemand geringeres als Peter Katis, der auch schon für den markanten Sound von Bands, wie The National, Interpol, The Swell Season und Frightened Rabbit sorgte.

Die Song schrieben die sechs Mitglieder inspiriert von den Eindrücken ihrer Konzertreisen um die ganze Welt und aufbauend auf dem Feedback ihrer gewachsenen Fansgemeinde. Das Ergebnis ist ein extrem reifes Werk mit viel Sehnsucht, toller Atmosphäre und sonniger Leichtigkeit. The Head and The Heart verstehen es auf „Let’s Be Still“ noch gekonnter melancholische Momente an euphorische, beinahe hymnische Songs zu reihen und eine wohlige Stimmung zu erzeugen. Dabei erfinden sie das Rad nicht neu, aber bieten eine wirklich erfrischende Interpretation der Folk- und Country-Spielarten. Mit „Shake“ und „Homecoming Heroes“ gibt es dann auch noch angemessene Pophits, „Summertime“ ist ein unterhaltsames Stück Folkrock mit begeisterndem Gesangseinsatz und der Abschluss mit der Ballade „Gone“ ist ein so würdiger Rausschmeißer, dass man direkt Lust auf noch einen Durchgang von „Let’s Be Still“ bekommt.

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Foto auf Startseite: Curtis Wayne Millard

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