Rezensionen

The Gothenburg Address – The Sky. The Mountains. The Land.

The Gothenburg Address - The Sky. The Mountains. The Land.

Der Schotte Luke Gareth Joyce ist ohne Zweifel ein Tausendsassa. Stetig wechselt er zwischen zwei musikalischen Welten und schafft es parallel noch irgendwie seinem Job als Handwerker und Bandfotograf nachzugehen. So veröffentlicht er neben Alben mit seinem Projekt I Build Collapsible Mountains auch weiterhin Musik mit seinem Post-Rock-Projekt The Gothenburg Address, das kurz nach dem Release des selbstbetitelten Debüts 2009 eigentlich schon beendet war. Aber nur zwei Jahre nach dem Debüt belebte er, das letzte verbliebene Mitglied, zusammen mit Freunden von Penguins Kill Polar Bears das Projekt für eine Single wieder.

Das sollte aber nicht der letzte Akt in der Geschichte seiner Post-Rock-Ausflüge sein, auch wenn sich Luke zunächst wieder sein Songwriter-Projekt I Build Collapsible Mountains konzentrierte. Quasi parallel zu seiner EP „Carousel“ setzte er sich nämlich auch mit dem befreundeten Drummer Robert Percival zusammen und nahm ein neues Mini-Album für The Gothenburg Address auf. Das feierte am Sonntagabend seinen Release und hört auf den schönen Titel „The Sky. The Mountains. The Land.“

Das bemerkenswerteste Merkmal bei The Gothenburg Address dürfte eines sein, das in der Natur von Post-Rock begründet liegt. Nämlich der komplette Verzicht auf Gesang. Das ist hier deshalb bemerkenswert, weil Luke damit bewusst auf eine seiner größten Stärken verzichtet, nämlich seine Stimme. Seine Gefühlslagen kann er nun nur noch über die Gitarre und die begleitenden Drums transportieren. Das funktioniert auf „The Sky. The Mountains. The Land.“ dann aber wie schon auf dem Banddebüt ganz wunderbar. Größter Unterschied ist, dass die Stimmung ziemlich hell ist. Wir haben es hier, wenn man so will mit sommerlichem Post-Rock zu tun. Die Gitarre ist meist recht hoch gestimmt, die Kompositionen haben Luft und die Stimmung wird nie wirklich traurig. Auch wenn ein Stück mal langsamer und gedrückter wird, das Album lädt immer träumen ein und zaubert dabei ganz unbemerkt ein Lächeln auf das Gesicht des Hörers. So sind die 30 Minuten von „The Sky. The Mountains. The Land.“ auch viel zu schnell vorbei. Aber das ist ja nicht schlimm, denn da das Album mit jedem hören noch größer wird, kann man es immer wieder laufen lassen.

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Discussion

  1. […] Etwas mehr als ein Jahr ist es nun schon her, dass der Schotte Luke Gareth Joyce gemeinsam mit dem Drummer Robert Percival seine Post-Rock-Band The Gothenburg Address wiederbelebte und das Album “The Sky. The Mountains. The Land.”. […]

    Posted by The Gothenburg Address – neuer Song “Luminess” im Stream | WhiteTapes | April 7, 2014, 11:37 am

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