Rezensionen

The Dodos – Time To Die

Konfetti schmückt das Cover des dritten The Dodos Albums „Time To Die“. Konfetti, dass zur Party geschmissen wurde, die The Dodos auf ihrem zweiten Album „Visiter“ feierten. Druckvoll, gut gelaunt und abwechslungsreich kam das Album daher und verhalf der Band weltweit zum Durchbruch in der Indie-Szene. Die Band hat das Album ihres Lebens abgeliefert, nun ist es also Zeit langsam zu verblassen, Zeit die Band sterben zu lassen. Na gut, ganz so pathetisch wird die Band um Meric Long und Logan Kroeber, die zusammen mit Keaton Snyder am Vibraphon nun zu einem Trio angewachsen ist, den Album-Titel nicht meinen.

Wie sie es überhaupt meinen, bleibt vorerst das Geheimnis der Band. Die zeigt sich auf „Time To Die“ nämlich lebendig wie eh und je. Die Gitarrenakkorde von Long folgen in schneller Folge aufeinander und liefern sich spannende Zweikämpfe mit dem starken Drumspiel von Kroeber und dem Vibraphon von Snyder. Ausgangssituation war laut Aussage der Band, ein Rock-Album aufnehmen zu wollen, was als Akustik-Band natürlich eine gewisse Herausforderung birgt. Ein seltsam verschrobener Ansatz, der sich auch deshalb wohl in der späteren Umsetzung kaum niederschlägt. Die Instrumentierung ist nun einmal akustisch und die Umsetzung zudem auch nachdenklicher geraten als noch auf „Visiter“. Die Band prescht nicht immer ganz so schnell nach vorn und biedert sich nicht so an, wie auf dem Vorgänger. Viel lieber nimmt das Trio auch mal ein wenig Tempo das raus. Die Kompositionen bekommen so Luft zum Atmen und nicht immer lassen Long und Kroeber Akkorde und Percussions aufeinander donnern. So zeigt sich auch ihr Gespür für kleine feine Melodien noch mehr und macht „Time To Die“ zu einer Steigerung von „Visiter“, auch wenn direkte Hits, wie etwa das famose „Fools“ im ersten Durchgang fehlen mögen. Dafür besitzt „Time To Die“ großes Wachstumspotential und möchte sich als treuer Begleiter für die ersten Herbsttage empfehlen.

Rating: ★★★★☆
The Dodos

Myspace // Label

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