Rezensionen

The Cure – 4:13 Dream

4 Jahre liegen zwischen dem letzten The Cure Album und ihrem mittlerweile 13ten Album „4:13 Dream“, die Vorfreude auf das Album wurde zusätzlich noch durch 4 Vorabsingles, die jeweils am 13ten eines Monats erschienen genährt. Soviel also zu den Zahlenspielereien von The Cure, das Album nun also ein „Traum“? Traumhaft war auf jeden Fall das diesjährige Live-Comeback der Band, bei dem auch einige der 13 neuen Songs den Weg auf die Set-Lists und vom Klang nahtlos zwischen die vorhandenen Stücke fanden.

Auf „4:13 Dream“ zeigen sich The Cure dann auch insgesamt so stark wie lange nicht, aus dem einfachen Grund, weil sie nicht versuchen, irgendwelchen Trends zu folgen, sondern sich lieber auf sich zurückbesinnen. Dabei hört man an allen Ecken Querverweise auf alte Großtaten, „Underneath The Stars“ erinnert an das Album „Disintegration“, an anderen Stellen meint man „The Wish“ durchzuhören und in wieder anderen Songs klingt es nach „The Head On The Door“. „4:13 Dream“ also als simple Selbstkopie? Nein, Robert Smith singt zwar immer noch wie der junge Anfang 20, immer am Rande von Nervenzusammenbruch und Heulkrampf, aber in den Songs schwingt eine von der Band ungekannte Leichtigkeit mit, der Weltschmerz scheint in Teilen einer Art Altersmilde zu weichen, was nicht bedeutet, dass sie nicht trotzdem mit einem Song, wie „Scream“, eines ihrer bisher härtesten und aggressivsten Stücke mit auf das Album setzen können. Bei aller Rückbesinnung entfaltet das Album dann beim Hören auch eine seltsame, beinahe träumerische Vertrautheit, als würden diese Stücke alte Bekannte sein. Experimentell klingt sicherlich anders, aber nach dem letzten seltsam schwammig klingenden The Cure Album, hatten die Fans sicherlich auch erst einmal genug von Experimenten von Smith und Co. „4:13 Dream“ ist also ganz einfach gesagt ein verträumter Rückblick Robert Smith’s auf 30 Jahre Bandgeschichte.

Video zu „The Only One“ (live):

httpv://www.youtube.com/watch?v=8tD9GOKq3ME&feature=PlayList&p=3EFC2E905FB2AD37&index=1

Myspace der Band, mit allen Songs im Stream
Infos bei Vertigo.fm

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