Rezensionen

The British Expeditionary Force – Chapter One: A Long Way From Home

Justin Lockey kennt man vielleicht noch aus seiner Zeit mit Yourcodenameis:milo, die sind nun leider schon eine ganze Zeit Geschichte, um so größer unsere Freude, dass Lockey sich dennoch nicht beirren ließ und weiter allen erdenklichen Projekten widmete. Eines davon ist The British Expeditionary Force, ein Projekt zusammen mit Aid Burrows, den er laut eigener Aussage während der Aufnahmen zu „Chapter One: A Long Way From Home“ nie persönlich getroffen hat. Alle eingespielten Sounds, Samples und Liedfetzen wurden hin und hergemailt und nach und nach zu kompletten Songs verarbeitet, dabei stand auch Erased Tapes Gründer Robert Raths mit wachem Auge zur Seite und gab Impulse. Das Ergebnis erblickte bereits Anfang 2008 das Licht der Welt und erobert jetzt auch das Festland, während Chapter Two and Three kurz vor dem Release in England stehen.

Mit Nennung eines unserer Lieblings-Labels „Erased Tapes“ im ersten Absatz dürfte auch die musikalische Grundrichtung von „Chapter One“ klar sein, es geht nicht um Post-Core, wie vielleicht noch bei Yourcodenameis:milo, sondern um elektronische Klänge, die das Vakuum zwischen Brian Eno, Sigur Ros und My Bloody Valentine ausloten. Dichte Klangwände also für das Kopfkino, bei dem sich distanziert entrückter Gesang in „The Back Of My Hand“ mit Anfangs düsteren elektronischen Klängen langsam hochschaukelt. Bei „Throwing Little Stones“ kommt dann nur mit verzerrtem Gesang, Piano und einem Schlagzeug aus. Das Piano macht in der Folge den Grundbestandteil der Songs aus, um einfache, sich wiederholende Motive schichtet das Duo verzerrte Gitarren, dumpfe Beats und Gesang zu mitreißenden Elektronik-Stücken. Ein cinematisches Gesamtkunstwerk, das wir euch hiermit wärmstens ans Herz legen, zumal es als Bonus-Track von einen Remix von Ryan Lee West (Rival Consoles) gibt.

Trailer-Video zu „Chapter One“

Myspace // Label

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