Rezensionen

The Blood Arm – Turn And Face Me

Bereits seit 2004 sind die Kalifornier von The Blood Arm jetzt schon unterwegs in der Musikszene, machten zunächst im Vorprogramm von Maximo Park und Franz Ferdinand machten sie auch in Europa von sich reden und vermochten nicht zuletzt Dank ihres zweiten Albums „Lie Lover Lie“ zu überzeugen. Die darauf enthaltene Single „Suspicious Character“ sorgte dann auch für so etwas wie einen Durchbruch der Band. Ganze fünf Jahre nach „Lie Lover Lie“ veröffentlicht die Band jetzt „Turn And Face Me“.

Das Cover ziert ein verfremdetes Portrait von James Dean. In der Pressenotiz wird das noch garniert mit Filmtiteln von James Dean und heroischen Geschichten vom Nachtleben der Band zwischen Saufgelagen und Prügeleien. Vielleicht gehört das dazu, wenn man eine Rockband aufbauen will, aber eigentlich haben The Blood Arm ihren Ruf als Rauf- und Saufbolde spätestens seit „Lie Lover Lie“ weg, das zeigte nicht zuletzt der Auftritt der Band, den wir vor einigen Jahren im Münsteraner Gleis 22 sehen durften, bei der Sänger Nathaniel Fergoso während des Konzerts eine Flasche Whiskey leerte. Das steigerte nicht unbedingt die Qualität seines Gesangs, steigerte aber die Intensität, mit der er sich in die Songs steigerte. Viel muss man über „Turn And Face Me“ eigentlich gar nicht sagen, macht die Band doch genau da weiter, wo sie mit „Lie Lover Lie“ aufhörte. Es gibt Indie-Rock mit Gitarre und Keyboard irgendwo zwischen The Indelicates und Art Brut mit kalifornischer Note. Das hat man so natürlich schon in vielfacher Ausfertigung gehört, doch gelingt es The Blood Arm wie immer mit ihrem jugendlichen Ungestüm, eine eigene Note zu kreieren, die immer wieder dazu einlädt ein wenig zu „Turn And Face Me“ abzufeiern.

Rating: ★★★½☆
The Blood Arm

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