Rezensionen

The Bishops – For Now

Aus dem britischen Königreich kommen The Bishops, ein 3er Gespann, welches mit ihrem mittlerweile zweiten Album „For Now“ den deutschen Markt noch weiter erobern will. Vorweg, die poppigen Songstrukturen mit einem Indiehauch erinnern wieder einmal an Beatbands der 60er, speziell an die Beatles. Ob es zu ähnlichen tumultartigen Szenen kommen wird, wenn das Triple in Deutschland auf Tournee ist, bleibt zu bezweifeln, ein kleines Ausrufezeichen haben sie jedoch gesetzt. „For Now“ heißt es nun also das zweite Album. Es soll eine Referenz an den Moment sein, auf der letzten Tour wurden viele Impressionen und Erfahrungen gesammelt und diese werden nun gebündelt in ein Album gepackt und verarbeitet. Singleauskopplung und erster Song auf dem Album ist „City Lights“, ein harmloser Song der einen netten, leichten Einstieg in das Album gibt.

Pompöser wird es beim zweiten Song „Wandering By“, wo bereits Bläser ihren Platz im Lied finden, ein netter Song zum nebenbei Hören. Diskolastiger und schneller geht es beim dritten Song „Hold On“ zu, sticht ein wenig heraus ohne wirklich herauszuragen, vielleicht wirkt der Song zu eintönig und es fehlt die wirkliche Abwechslung. Balladesker ist hingehen „Nothing I can Do or Say“, man wird den Eindruck nicht los, dass die Drei bei den Aufnahmen oft „A Hard Day’s Night“ von den Beatles laufen hatten. Der Versuch ein wenig danach zu klingen, kann nicht von der Hand gewiesen werden. Niedlich möchte man dem Ganzen als Stempel aufdrücken, so richtig ernst nehmen kann man das Album dann jedoch nicht. Titeltrack „For Now“, leicht Bluesangehaucht, versucht noch mal ein wenig aus dem ganzen Trott rauszuragen, aber auch hier fehlt das letzten Quäntchen. Auch die mininale Instrumentalisierung macht dem Album ein wenig zu schaffen, meistens auf eine Gitarre, Schlagzeug und Bass reduziert könnte dem Ganzen ein wenig Druck und Power durch weitere Instrumente verliehen werde. „Rain Dance“ ist hierfür ein gutes Beispiel, bei dem durch einen Orgeleinsatz dem Ganzen ein wenig mehr Stärke verliehen wird. „Free to do what you want“ erhält noch einmal durch den Einsatz der Westerngitarre einen netten Nebeneffekt und darf gut und gerne als einer der Hits des Albums bezeichnet werden. Zum Abschluss findet sich der Song „Carry On“, der ein leichtes Abschiedsgefühl in sich birgt. Bemerkenswert ist hier auch die Spielzeit, die meisten Songs sind nicht länger als 2.30min, so dass die 14 Songs dieses Albums in Windeseile an einem Vorbeiziehen.

Zu Begeisterungsstürmern wie bei den Beatles reicht es also wohl nicht, aber Freunde der Beatmusik kriegen hier zumindest mal wieder was Nettes von der Insel auf die Ohren. Auf Tour sind die guten Herren auch bald in Deutschland, nachdem sie im Herbst 2008 die englische Berufsheulboje James Blunt supportet haben. Wer sie gerne mal live sehen möchte, kann dies an folgenden Terminen tun.

13. März, München 59:1 – München, D
14. März, Tsunami Club – Köln, D
15. März, Prinzenbar – Hamburg, D
16. März, Magnet Club – Berlin, D
17. März, Schlachthof – Wiesbaden, D
18. März, Schocken – Stuttgart, D
19. März, Rockhouse – Salzburg, AT
20. März, Conrad Sohm – Dornbirn, AT
21. März, Alavon Exil – Krems, AT
22. März, B72 – Wien, AT
31. März, Weekender Club – Innsbruck, AT
02. April, Kulturwerk 118 – Sursee, CH
03. April, Mariaberg – Rorschach, CH
04. April, Weisses Lamm – Augsburg, D
05. April, Waldsee – Freiburg, D
07. April, Steinbruch – Duisburg, D
08. April, Zum Teufel – Heidelberg, D

Video zu „If You Leave Today“

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