Rezensionen

The Big Pink – Future This

Zwei Jahre ist es nun her, dass das Elektro-Rock Robbie Furze und Milo Cordell ihr durchaus passables The Big Pink Debüt „A Brief History Of Love“ veröffentlichten. Mit „Domino“ hatten sie darauf einen riesigen Hit und konnten auch mit dem gesamten Album mehr als nur ein wenig Lob einheimsen. Nach dem Hype kehrte etwas Ruhe um das Duo ein. The Big Pink schlossen sich in ihrem Studio und beschlossen einen Haken hinter „A Brief History Of Love“ zu machen. Inspiriert von Hip Hop und elektronischer Musik begannen sie gemeinsam mit Produzent Alan Moulder, der sich einen Namen mit Arbeiten für My Bloody Valentine und Depeche Mode machte gemeinsam die Arbeit an neuen Songs.

Auch wenn My Bloody Valentine nun nicht mehr nur als Referenz, sondern auch durch ihren Produzenten im Studio vertreten waren, schlug sich das nicht in der Art im Sound wieder, wie man das nach dem Shoegaze-Vorgänger erwartet hätte. Vielmehr ist der erwähnte Hip Hop Einfluss deutlich spürbar. Etwa bei „Give It Up“. Einer Mid-Tempo Nummer mit Sprechgesang und dem plumpen Beat einer Drum-Machine. Insgesamt haben The Big Pink den schwurbeligen Wall-Of-Sound-Charakter ihrer Songs zurückgefahren und sie mit Elektro-Beats, Samples und Synthie-Flächen angereichert. Im Fall von „The Palace“ resultiert das sogar in einer wunderbaren kleinen Elektro-Pop-Hymne, die richtig Spaß macht. Größtenteils bewegt sich das Duo mit dem geänderten Sound jedoch gefährlich nahe im Fahrwasser von Bands, wie MGMT, die mit Breitwand-Elektro-Pop, die nicht nur Indie-Kids, sondern mittlerweile auch die großen Radiostationen erobern konnten. Der letzte Kick, der noch manche Songs auf „A Brief History Of Love“ spannend machte fehlt deshalb leider viel zu häufig und „Future This“ ist schnell wieder vergessen.

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