Rezensionen

The Asteroids Galaxy Tour – Fruit

Als Lars Iversen sich für den Bandnamen „The Asteroids Galaxy Tour“ entschied, sollte dieser nicht als bloße Benennung dienen, sondern vielmehr das Prinzip des Kollektivs herausstellen. Diesem entsprechend mischen die Dänen soulige und folkige Einflüsse mit psychedelischen und Ambient Klängen, genauso wie mit den warmen Beiträgen ihrer Bläserfraktion mit elektronischem Geleit. Oben auf liegt die Stimme Mette Lindbergs, die nach einer Mixtur aus trotzigem Teenager und einem extraterrestrischen Wesen klingt.

Aufmerksam wurden die meisten auf die junge Band wahrscheinlich durch ihren Song „Around The Bend“ der vor einiger Zeit in der I-Pod touch Werbung zu hören war und immer noch regelmäßig in Clubs zum tanzen einlädt. Ähnlich eingängig und zudem noch interessanter kommt noch das als erste Single des Albums genutzte Lied „The Sun Ain’t Shining No More“ daher. Obwohl die Lieder an sich viele Einflüsse verkörpern, wird leider innerhalb des Albums nur selten eine Abwechslung merkbar. Dieses geschieht wenn „Crazy“ ungewohnt melancholisch daherplätschert, oder wenn zu Beginn von „Fruit“ in „Lady Jesus“ auf die jenerzeit bedrohlichen Ereignissen in Kopenhagen Bezug genommen werden. An solchen Stellen kommt eine Tiefe hinzu, die einen genauer hinhören lässt und eben doch in jene Tour mit hineinzieht. So mag letztendlich nicht jeder Funke, den diese durchaus sympathische Band aussendet, überspringen. Einen kurzen Trip mit ihnen zu wagen lohnt sich aber auf jeden Fall. Oder vielleicht auch zu ihnen, denn im Dezember sind The Asteroids Galaxy noch einmal für ein paar Konzerte in Deutschland.

Rating: ★★★½☆
The Asteroids Galaxy Tour
Tour-Daten:

13. Dezember, Köln, Gebäude 9
14. Dezember, München, Atomic Café
15. Dezember, Berlin, Lido
16. Dezember, Hamburg, Knust


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