Rezensionen

The Aliens – Luna

luna1Wer die Verfilmung des Romans „High Fidelity“ von Nick Hornby mal gesehen hat, wird sich sicherlich an „The Beta Band“ erinnern, die von John Cusack namentlich erwähnt und sogar angespielt wurde. Die lösten sich 2004 auf, drei Mitglieder mochten sich aber dann doch so gern, dass sie kurzerhand eine eigene Band gründeten und 2007 mit dem Album „Astronomy For Dogs“ unter dem Namen „The Aliens“ debütierten. Schon als „The Beta Band“ waren sie berühmt berüchtigt für ihre Mischung aus Electronica, Folk und Trip-Hop. Diese Richtung haben „The Aliens“ 2007 und nun auf ihrem neuestem Streich „Luna“ konsequent fortgesetzt.

Zum Sound der Beta-Band zieht man jetzt noch das Wissen hinzu, dass die drei Musiker nicht mit einem Major-Label im Rücken fungieren, sondern absolut freie Hand auf ihrem eigenen Label „Pet Rock“ haben. Ergebnis auf „Luna“: der Sound der Band ist noch elektronischer, experimenteller und psychedelischer geworden. Das zeigt sich schon im Opener „Bobby’s Song“, der sich über 10 Minuten und unzählige Musikstile erstreckt, ohne dabei so recht Farbe bekennen zu wollen. Auch ein Song, wie „Everyone“ ist so ein Monster, voller musikalischer Stile und übereinander gelegter Schichten, aber dadurch auch mehr Brei als Lied. Songs, wie „Theremin“ mit Surf-Rock Elementen und „Magic Man“, der im Acid-Rock siedelt geben dem Album dann aber doch Profil und positionieren The Aliens als moderne Prog-Rocker. So ist „Luna“ dann ein relativ klassisches Album, in bester Pink Floyd Manier und dank digitaler Technik noch abgedrehter. So erinnert Sänger Gordon Anderson dann auch häufig an das große Vorbild Syd Barrett. Macht man sich dann noch bewusst, dass er unter starken psychischen Problemem leidet wirkt das Album beinahe wie eine Art Therapie, die als Zufallsprodukt (zwar keines für die Ewigkeit, aber dennoch) ein recht gutes Album abwirft.

Video zu „Magic Man“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=aRdh_wrTrXM

Myspace der Band
Homepage des Labels

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