Rezensionen

Teleman – Breakfast

Teleman - Breakfast

Ende Mai, also genau drei Jahre nach dem letzten Pete and the Pirates „One Thousand Pictures“ veröffentlichte die legitime Nachfolgeband Teleman ihr Debüt-Album „Breakfast“. Dass Pete and the Pirates damals mit ihrem zweiten Album auch direkt ihr Abschiedswerk veröffentlicht haben, war uns seinerzeit nicht bewusst. Das ist aber auch nicht schlimm, denn so wirklich weg ist die Band auch nicht. Denn Teleman sind zum einen vom Personal her nur eine leicht veränderte Version der Piraten und auch der Sound hat sich nur marginal geändert. Zumindest seit „One Thousand Pictures“, das mit seinem pluckernd fiepsenden Indie-Pop ein gutes Bindeglied zwischen Pete and the Pirates und Teleman bildet. Zwar soll es sich laut Sänger Tommy Sanders nur um ein Kompromiss-Album gehandelt haben, das der Vertragserfüllung diente, doch legte die Band damals auch den Grundstein für „Breakfast“. Statt zackiger Gitarren und einer temporeichen Riffjagd, wie auf „Little Death“ standen Keyboards im Vordergrund. Damit erzeugte die Band einen elektronischen und vergnügten Sound, der frühe Fans vielleicht etwas ratlos hinterließ, aber durch die gewohnt unaufgeregte Gesangsart von Tommy Sanders und die launigen Melodien durchaus für ein Lächeln und gut gelauntes Mitwippen sorgte.

Fast genau drei Jahre ist das nun her. Peter Hefferan, einer der Namensgebenden Piraten aus dem ehemaligen Bandnamen spielt nun in der Band The 3.1419 Wonders und mit neuem Mitglied sind Teleman nun ein Quartett, dessen erste beiden Silben „Tele“ schon auf elektronische Klänge hinweisen. Der Opener „Cristina“ zeigt dann auch gleich, dass man bei dieser Annahme nicht auf dem Holzweg ist. Ein Stück, dass man noch aus der Spätphase von Pete and the Pirates kennt und das mit luftigem Sound daher kommt. Zunächst singt Tommy Sanders zu spärlicher Instrumentierung zu dumpfem Bass und einem leichten Keyboardteppich. In der Folge entfaltet sich das Stück zu einer hübschen Mid-Tempo-Nummer mit gehörigem 80ies-Charme.

„Breakfast“ wurde produziert von Bernard Butler, der Teleman dabei half Einflüsse von Kraftwerk, The Kinks, Pulp, Beach Boys und Velvet Underground zu einem verträumten 80er Jahre Sound mit Synthie-Klängen und Britpop-Anleihen zu vermengen und so zeitlos klingende Songs zu erzeugen. Das ergibt über 44 Minuten ein Album, das zwar ohne große Ausreißer oder Hits auskommt, aber von der Qualität her auch nie abfällt, sondern immer mit sonnigen Melodien und kreativen Ideen begeistert, die Teleman zu einer mehr als würdigen Nachfolgeband von Pete and the Pirates machen.


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