Rezensionen

Talking Pets – Cities

Erinnert sich noch jemand an The Lucksmiths? Das war eine 1993 in Melbourne gegründete Indie-Pop Band mit cleveren Texten und einem großen Gespür für griffige Melodien. Zu einem ihrer größten Hits zählte unter anderem der Klassiker „T-Shirt Weather“. Nach knapp 16 Jahren und elf Jahren trennte sich die Band 2009 und hinterließ eine Lücke im Indie-Pop.

Bisher hat sich keine Band angeschickt diese Nische auszufüllen. Talking Pets aus München stoßen nun genau in diese Lücke. Ob bewusst oder nicht, wollen wir nicht beurteilen, eine klare Referenz ist aber erkennbar. Bereits 2009 veröffentlichten die vier Jungs ein Debüt auf eigene Faust und gehen jetzt mit „Cities“ das Projekt Durchbruch an.

Dafür bringen sie mit „Sunlight Anthem“ gleich als Opener eine ganz dem Titel nach sonnendurchflutete Hymne mit. Ein schöner Ohohoho-Chor, helle Gitarren und warmer Gesang, der stimmlich ein wenig an Billie Joe Armstrong von Green Day erinnert. Ähnlich sonnig, wie der Opener bleibt die Stimmung auch auf dem gesamten Album. Mit gefälligen Gitarrensounds spielen sich die Jungs gut gelaunt durch kleine Indie-Pop-Hymnen.

Indie-Pop irgendwo zwischen Jimmy Eat World, Sportfreunde Stiller, Fools Garden und eben The Lucksmiths, die besonders bei der Single „Carolina“ durchschimmern, das ist das Soundspektrum der Indie-Popper. Damit gelingen ihnen 13 schöne Popsongs mit viel Sonne im Herzen. Originell ist das alles nicht, was Talking Pets hier machen. Aber für gut gelaunten Indie-Pop muss das Rad ja auch nicht neu erfunden werden. Manchmal reichen ein paar nette Songs, um ein paar Wochen von einem begleitet zu werden. Ob es zu mehr reicht sei einmal dahingestellt, den Soundtrack zum Frühling hat die Band mit „Sunlight Anthem“ und „Montreal“ aber schon einmal geliefert.


Youtube direkt

Facebook // Blog // Myspace

Discussion

Comments are closed.

Archive