Rezensionen

Tahiti Boy & The Palmtree Family – Good Children Go To Heaven

Tahiti, eine Insel am anderen Ende der Welt, die aus zwei erloschenen Vulkanen besteht und deren größte Stadt gerade einmal 27.000 Einwohner zählt. Eine dieser Inseln, die für Fernweh, Weltflucht und Exotik stehen. Von einem Künstler, der sich also nun ausgerechnet nach dieser Insel benennt, erwartet man, dass er all diese Attribute, wie Fernweh, Weltflucht, Exotik und einen Schuss Verschlafenheit mitbringt. Tut David Sztanke dann auch, auch wenn nicht überliefert ist, ob der gebürtige Franzose je auf Tahiti war.

Wäre als Info zu seinem neuen Album auch wenig relevant. Relevanter ist dagegen, dass das Album im stetigen pendeln zwischen New York und Paris entstanden ist, es treffen also französische Romantik auf New Yorker Realismus. Da passt es hervorragend, dass neben der siebenköpfigen Palmtree Family auch noch Tunde Adepimpe von TV On The Radio an „Good Children Go To Heaven“ mitgearbeitet. Genau genommen am schwelgerischen Minimalpopsong „That Song“, der auch eines der Highlights des Albums ist. Viele weitere Stücke auf „Good Children Go To Heaven“ zeigen dazu den ganzen Facettenreichtum von Tahiti Boy. Da gibt es viele verschrobene Pop-Stücke mit Jazz-Einflüssen, Banjo-Spiel, oder schwelgerischen Chören. Mal pianolastig, mal mit aufgedrehter E-Gitarre, aber vor allem immer ein kleines bisschen abgehoben. So müsste es klingen, wenn man Sufjan Stevens und David Bowie zusammen auf einer Insel (vielleicht ja Tahiti) zum gemeinsamen musizieren aussetzt. So ist Tahiti Boy & The Palmtree Family mit „Good Children Go To Heaven“ ein größtenteils gutes Album gelungen, das zwar alles andere als zwingend, oder gar herausragend ist, aber optimal für ein wenig Alltagsflucht ist.


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Video zu „1973“

httpv://www.youtube.com/watch?v=hH7D1sVINsk

Myspace // Label

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