Rezensionen

Summer Camp – Summer Camp (s/t)

Summer Camp

Es war einmal der Songwriter Jeremy Warmsley. Der veröffentlichte bis 2009 zwei Soloalben, die wirklich tollen Pop-Appeal mit interessanten Experimenten verbanden und eine beachtenswerte Karriere hätten begründen können. Dann heiratete er die Sängerin Elizabeth Sankey und das Songwriting von Warmsley nahm eine völlig andere Wendung. Eine beachtenswerte Karriere ist natürlich trotzdem, oder gerade deswegen, daraus geworden. Mit ihrem Debüt „Welcome To Condale“ veröffentlichte das Duo 2011 ein sonniges Pop-Album mit Dreampop und Indie-Elementen. In der Bildsprache bediente sich das Paar fleißig beim amerikanischen Pop der 60er bis 80er Jahre und erzeugte eine Mischung aus Lagerfeuerromantik und Roadmovie, mit der Summer Camp das Herz ihrer Hörer erwärmten. Jetzt sind Summer Camp zurück. Ihr zweites Album haben sie schlicht „Summer Camp“ getauft und musikalisch mindestens eine so krasse Wendung genommen, wie Warmsley von seinem Soloschaffen zur Bandarbeit. Der Albumopener „The End“ präsentiert stampfende Discobeats, Synthieflächen und eine ganz neue Elizabeth Sankey, die nun mit starker Stimme zu Dancerhythmen singt. Summer Camp erobern jetzt also die Tanzfläche.

Keine Spur mehr von Lagerfeuerromantik. Stattdessen gibt es kühle Beats, verspielte Keyboardmelodien, pluckernde Bässe und eine Stimme, die noch mehr im Fokus steht, als auf dem Debüt. So groovt sich Sankey durch die Songs, schwingt sich mal stimmlich empor und singt mit starker Stimme, nur um im nächsten Moment mit sanfter Stimme und ganz ruhig zu erzählen. Das Soundgewand passt dazu und unterstützt die Sängerin. Das Ergebnis ist eine handwerklich durchaus gut gemachte Dance-Pop-Platte in bester Sophie Ellis-Bextor Manier. So richtig packen wollen die Songs jedoch nie und am Ende vermisst man einfach den wunderbar leichftüßigen beschwingten und sommerlichen Indie-Pop des Vorgängers.


Summer Camp – Fresh on MUZU.TV.

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Discussion

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    Posted by WhiteTapes Record Of The Year 2013 – das Ergebnis | WhiteTapes | Januar 1, 2014, 8:24 pm

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