Rezensionen

Sterling International – Celebrations

sicEs dürften derzeit gute Zeiten für alle Brit-Pop Fans sein, die Wiedervereinigung von Blur scheint nahezu perfekt, The Verve haben ein grandioses Comeback mit „Forth“ gefeiert und Oasis haben nach langer Zeit endlich mal wieder ein gutes Album veröffentlicht. Wenn sich jetzt noch Pulp irgendwann wieder zusammenfinden sollten, dürfte die Welt für Sterling International perfekt sein. Sterling International, das sind drei junge Dänen, die unter dem Namen Sterling in Dänemark mit zwei erfolgreichen Alben bereits so etwas wie Stars sind und nun mit dem Zusatz „International“ auch außerhalb Dänemarks um Fans buhlen. Dafür haben sie nicht nur ihren Namen erweitert, sondern auch die Texte ihres Albums „Yndigt Land“ aus dem Dänischen ins Englische übersetzt, damit ihre Texte auch international verstanden werden.

Klingt erst einmal nach einem peinlichen Versuch die Erfolgsgeschichte von vier Magdeburger Jungs kopieren zu wollen, die mit wenig innovativem Sound und simpler Übersetzung ihrer Texte plötzlich Weltstars wurden. Innovativ ist der Sound von Sterling International dann wahrlich auch nicht, aber dafür immerhin unterhaltsamer als jener dieser vier Magedburger. Sterling Internationals erstes englischsprachiges Album „Celebrations“ schäumt über vor Referenzen auf die großen Helden des Brit-Pop. Da gibt es Tracks, wie „Yndigt Land“ und „Borderline Insanity“ mit deutlichen Anleihen bei Blur, „You Only Dance Lonely“ verneigt sich vor Pulp und „Captain Scarlet“ könnte auch eine The Verve B-Seite sein. Dabei haben alle Stücke gemeinsam, dass sie sehr sauber produziert sind, Gitarre, Bass und Schlagzeug sitzen da wo sie sollen und Schellenkranz, Klavier und Synthies für zusätzliche Kurzweil sorgen. Zusätzlich haben sie dann aber auch noch gemein, dass ihnen eine gewisse Eigenständigkeit völlig abgeht, sie klingen immer mehr nach den großen Vorbildern, als nach Songs einer Band mit eigenem Sound. So ist „Celebrations“ zwar kurzweilig und unterhaltsam, aber nicht wirklich einprägsam genug, damit die Band gegen die Vielzahl junger Brit-Pop-Bands, geschweige denn die großen Vorbilder bestehen kann.

Video zu „Lyssværd“ („Love Uranium“):

httpv://www.youtube.com/watch?v=4gAzCVtsXkw&e

Myspace der Band
Bandinfos bei der Label-WG

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