Rezensionen

Steeple Remove – Electric Suite

„Electric Suite“, das klingt nach der Art Chill-Out Mucke mit ein paar Beats, die man sich abends im Café anhören darf, wenn After-Work Parties anstehen. Also urban, ein wenig spießig und schnell wieder vergessen. Steeple Remove sind zudem dann auch noch Franzosen, die mit charmantem französischem Akzent ihre Texte zum Besten geben. Das Etikett „klingt nett und tut auch keinem weh“ liegt also schon bereit. Doch halt, diese Franzosen machen mehr als nur elektronische Chill-Out Mucke. Das ist „glücklicherweise“ nur ein Aspekt ihres Sounds.

Warum glücklicherweise in Anführungszeichen, das klären wir noch. Der Opener geht mit sphärischen Keyboard-Sounds und Synthies erst einmal in die erwartete Elektro-Ecke und klingt zudem gesanglich verdächtig nach Bowie. Dabei wabern die Synthies ein wenig unentschlossen umher und werden über 5 Minuten auch ein wenig sehr lang gezogen. „Yellow Loop“ wirkt dann mit Kraut- und Stoner-Rock-Anleihen fast, als hätten Bowie und Oasis hier gemeinsame Sache gemacht. Das Tempo schleicht allerdings so schwerfällig voran, dass man sich nur schwer darauf einlassen möchte. Das können sogar selbst Kasabian besser und deren drittes Album war nun wirklich kein Highlight. Das Stück „Magnétosphère“ gibt dann aber die dancigere Richtung für den nächsten Abschnitt des Albums vor. Die Kompositionen sind kurzweilig, gehen ins Ohr und darüber direkt in die Beine. Das macht dann sogar Laune, die allerdings immer wieder durch allerlei andere Genre-Ausflüge getrübt wird. So bleibt „Electric Suite“ dann leider eine eher durchwachsene, weil überaus unentschlossene Sache.

Rating: ★★½☆☆
Steeple Remove

magnétosphère

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