Rezensionen

Spectrals – Bad Penny

Eigentlich ist Myspace ja tot, die klassische Myspace-Entdeckung gibt es aber anscheinend noch immer. Spectrals ist wieder eines dieser Projekte, dass sich über Myspace in Ohren in der ganzen Welt spielte. Zunächst nutzte Louis Jones aus Yorkshire die Plattform nur, um seine Songs mit ein paar Freunden zu teilen.

Schnell wurde aber unter anderem das britische Kultlabel Moshi Moshi auf ihn aufmerksam und ermöglichte ihm 2010 den Release der „A Spectrals Extended Play“ EP. Sieben Songs, in denen sich Louis lässig durch Songs croont, die mit viel Hall irgendwo zwischen 50ies DooWop, Soul und Indie-Pop.

Nur ein Jahr später, Ende 2011 folgte dann auch sein Debüt „Bad Penny“. Nun bei Wichita Recordings unter Vertrag nahm er das Album gemeinsam mit Produzent Richard Formby (Wild Beasts, Hood, Telescopes, Spectrum) auf. Die Drums übernahm sein Bruder, alle anderen Instrumente spielte Louis selbst ein. Das Ergebnis ist die logische Fortführung der EP. Sommerliche Gitarrensounds mit viel Reverb, ordentlich Hall auf der Stimme und viel Raum, in denen sich die kleinen Stücke entfalten können. Die Mischung aus LoFi, Indie-Pop, DooWop und einer Prise Surf-Rock ist bei weitem nicht neu. Und Spectrals ist mit „Bad Penny“ auch weit davon entfernt, daraus etwas innovatives zu zaubern, mischt diese Zutaten aber so gut, dass man sich dem Album immer wieder gern annimmt. Es bietet zwar keine Songs, die wirklich herausstechen würden, wird aber auch nie langweilig und macht durch viel positive Energie wirklich gute Laune. Und viel mehr muss Musik ja auch eigentlich gar nicht. Und wenn noch viele solcher Musiker über Myspace entdeckt werden, darf diese Plattform auch gerne noch lange weiterleben.


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