Rezensionen

Sparrow & The Workshop – Murderopolis

Sparrow & The Workshop - Murderopolis

Innerhalb eines Jahres veröffentlichte das schottische Trio von Sparrow & The Workshop aus Glasgow von 2010 bis 2011 nicht nur sein Debüt „Crystal Falls“, sondern auch sein zweites Album „Spitting Daggers“. Gerade letzteres brachte der Band positive Kritiken und Vergleiche mit Jefferson Airplane, Talking Heads und The Breeders von britischen Medien ein. Bis zu ihrem dritten Album ließ sich die Band mit zwei Jahren zwischen den Alben jetzt sogar vergleichsweise viel Zeit.

Für „Murderopolis“ haben sie nun eine neue Labelheimat bei Song, by Toad Records gefunden. Auch ein namhaftes Produzentenduo haben sie sich ins Studio geladen, nämlich Iain Cook, den ihr sicherlich als Mitglied von Aereogramme, The Unwinding Hours und Chvrches kennt. Außerdem dabei Ex-Delgados Mitglied Paul Savage. Die Label- und Produzentenkoordinaten mögen zwar neu sein, der Sound von Sparrow & The Workshop ist jedoch ganz der alte geblieben. Über allem thront das stimmgewaltige Organ von Frontfrau Jill O’Sullivan, die sich durch spröd instrumentierte Stoner- und Indie-Rock-Nummern mit gewissem Westerncharme croont, schreit und windet.

„Murderopolis“ ist wieder ein Album für jene, die auf den mal psychedelisch, mal folkig angehauchten Rocksound der 60er und 70er stehen. Gerade Fans des Trios dürften sich gleich zu hause fühlen. Manchmal möchte die Band mit ihrem Soundmix etwas viel und gestaltet die Stücke eine Spur zu arty und anstrengend. Anspruch ist gerade im Rock immer eine gute Sache, irgendwo sollte man dem Hörer dennoch einen Zugang bieten. Dem entgegen stehen Stücke, bei denen etwas mehr Variation gut getan hätte, wie beim ruhigen „Water Won’t Fall“, das über knapp dreieinhalb Minuten nur eine einfache Gitarrenmelodie und den leicht leidenden Gesang von Jill bietet. Doch Highlights, wie der wunderbar rockende Titeltrack und die Single „Shock, Shock“ reißen überstrahlen die negativen Seiten von „Murderopolis“ mit gekonntem Hitcharakter und Melodien, die jetzt schon Lust auf ein weiteres Album der Band machen.


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