Rezensionen

Sparrow And The Workshop – Spitting Daggers

Nordirland, Wales und Schottland. In Sparrow And The Workshop vereinen sich fast alle Teile des Vereinigten Königreichs. Abgesehen nur von England. Aber das passt auch irgendwie, schließlich klingt die Band um die weit weg von Belfast in Chicago aufgewachsene Jill O’Sullivan auch alles andere als Britisch. Bereits auf ihrem Debüt „Crystal Fall“ paarten sie anspruchsvolle Soundgerüste mit verfälschten Instrumenten und der leicht eigenwilligen Art O’Sullivans zu singen. Nur ein Jahr nach dem Debüt legt das Trio mit „Spitting Daggers“ bereits Album Nr. 2 vor.

Sparrow And The Workshop erschaffen darauf Melodien, die man am ehesten als düsteren Folk-Rock gepaart mit Rock’n’Roll, Garage-Rock und Gothic. Die morbide Note erkennt man dabei schon am Albumcover, auf dem man den Schädel eines toten Vogels auf orangefarbener Fläche sieht. O’Sullivan klingt dabei wie eine Mischung aus PJ Harvey und Kate Bush, besitzt also ein alles andere als leicht zu verarbeitendes Organ, das O’Sullivan auch entsprechend einsetzt und stellenweise zum äußersten nutzt und auch zum überschlagen bringt. So krude diese Mischung aus Gitarrenfights und Stimmakrobatik von der Beschreibung her nun klingt, mit viel Feingefühl schafft es das Trio dann doch immer eine ordentliche Prise Melodieseligkeit mit in ihre Songs zu mischen und so einige tolle Hits, wie beispielsweise „Snakes In The Grass“ und „Faded Glory“ zu bieten. Wenn Sparrow And The Workshop es nun noch schaffen ihre Experimentierwut in die richtigen kreativen Kanäle zu lenken, dann steht ihnen spätestens auf Album Nummer 3 der Durchbruch bevor.


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