Rezensionen

Spaceman Spiff – Stein Schwere Papier

Stein Schwere Papier

Der Titel dieser kleinen Rezension ist eigentlich irreführend. Zwar zeichnet sich Hannes Wittmer, seines Zeichens Kopf hinter dem Projekt Spaceman Spiff, für dieses sieben Songs umfassende Projekt verantwortlich, es gehört aber nicht zur Spaceman Spiff Diskografie, sondern soll als Projekt für sich stehen. Um aber die Zuordnung zu erleichtern und damit ihr gleich wisst, mit wem ihr es zu tun habt, haben wir einfach mal Spaceman Spiff mit in den Titel genommen.

Nachdem der seit letztem Jahr ausführlich zu seinem zweiten Spaceman Spiff Album „… Und im Fenster immer noch Wetter“ viel Lob einstecken durfte, beinahe ununterbrochen quer durch Deutschland tourt, hat er in Pausen immer mal wieder Geräusche aufgenommen und sie zu Ambient-Songs zusammengezimmert. Das Projekt trägt den Namen „Stein Schwere Papier“. Zunächst erschien es als auf 20 Stück limitiertes Tape, das im Nu vergriffen war. Vor kurzem kam dann nun auch die CD raus, die neben den sieben Stücken auch ein Foto zu jedem Song ausgedruckt auf hübschem Fotopapier bietet.

Die Songs auf „Stein Schwere Papier“ fallen vor allem erst einmal durch ihre fantasievollen Titel auf. Da gibt es Songs wie „Bauchweh“, „Ne Fee verschluckt“ (vielleicht der Grund für das Bauchweh), „Schnäuz“ und am Ende auch den quasi Titelsong „Sch(w)ere“. Alle Songs beschränken sich auf recht zurückhaltende Instrumentierung aus besagten Geräuschen und repetitiven Beats. „Bauchweh“ lebt beispielsweise von Drum-Beats, die sich zusammen mit einer Gitarre über zweieinhalb Minuten immer weiter verdichten. „Wir drehen die Köpfe“ geht beinahe in Richtung Post-Rock. Eine wirklich tolle Gitarrenmelodie wird untermalt von dichten Beats. Der Song verdichtet sich auch hier immer weiter, bricht dann aber nicht in eine große Soundwand aus, wie man es vom Post-Rock erwarten würde, sondern die Stimmung beruhigt sich wieder, bis nur noch ein Tropfgeräusch übrig bleibt.

Alles in allem sind die sieben Stücke genau für die Momente gemacht, in denen sie aufgenommen wurden, nämlich für Pausen. Zu den sieben atmosphärischen Stücken lässt sich wunderbar träumen. Wahlweise kann man sich auch zu jedem Stück in einem der sieben mitgelieferten Fotos verlieren.

Auf der Homepage von Katharsis und Tumult könnt ihr die CD inklusive Fotoabzügen kaufen.

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