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Sondre Lerche – Sondre Lerche (s/t)

Mit seinen 29 Jahren ist der Norweger Sondre Lerche schon so etwas wie ein alter Hase im Musikbusiness. Mit 19 Jahren veröffentlichte er bereits sein Debüt-Album „Faces Down“ in seiner Heimat und landete damit direkt einen Hit, der sogar bis in die USA rüberschwappte und ihn dort ebenfalls zu einem Geheimtipp machte. Seitdem war er eigentlich pausenlos aktiv und veröffentlichte weiterhin fleißig Alben.

Den vorerst letzten Streich stellte das 2009er Album „Heartbeat Radio“ dar. Gleichzeitig sein bisher erwachsenstes Album, auf dem er Akustik-Pop mit Rock, 60s Charme und den großen Gesten eines Rufus Wainwright kreuzte. Genau dort setzt er nun auch mit seinem neuen Album an, das er kurzerhand einfach nach sich selbst benannte. Nach mehr als zehn Jahren im Musikbusiness ist er also nun ganz bei sich selbst angekommen. Wer wenn nicht ein Musiker, der seit zehn Jahren atemlos dabei ist und sich auf seinen Alben stets neu erfinden konnte, kann auch besser von sich behaupten ein gestandener Musiker zu sein und somit voll hinter sich stehen? Natürlich soll es hier neben dem Albumtitel auch noch um die Musik gehen. Die nahm Sondre gemeinsam mit Midlake-Schlagzeuger McKenzie Smith und dem Produzenten Nicolas Vernhes (Spoon, Animal Collective) in Brooklyn auf. Wie schon vom Vorgänger gewohnt tänzelt Sondre leichtfüßig durch beschwingte Songs, in denen er mal jazzig groovt, geradeaus rockt und auch einmal zärtlich die Saiten der Akustik-Gitarre zupft. Die zehn Stücke und knapp 40 Minuten lassen nur einen Schluss zu, Sondre Lerche hat in seiner Heimat schon lange zurecht den Status Geheimtipp abgelegt und sich einen Ruf als eigenständiger Musiker erarbeitet, der eine unvergleichliche Art Geschichten zu erzählen in tollen Songs verarbeitet.

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