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Smith Westerns – Soft Will

Smith Westerns - Soft Will

Wenn man den Amerikanern der Smith Westerns eine Eigenschaft zuschreiben kann, dann ist es sicherlich Zuverlässigkeit. So veröffentlichte das Quartett 2009, zwei Jahre nach seiner Gründung sein Debüt „The Smith Westerns“, weitere zwei Jahre später erschien dann mit „Dye It Blonde“ Album Nummer 2 und jetzt, noch einmal zwei Jahre später Album Nummer 3 mit dem Titel „Soft Will“.

Beim Release-Rhythmus ist bei den Smith Westerns also alles beim Alten. Und nicht nur da, wenn wie bereits bei „Dye It Blonde“ hat auch wieder Produzent Chris Coady hinter den Reglern Platz genommen. Der New Yorker hat schon mit den Yeah Yeah Yeahs, TV on the Radio, Grizzly Bear, Beach House, Blonde Redhead und vielen mehr gearbeitet und die Zusammenarbeit mit Smith Westerns schien beiden Seiten in der Vergangenheit so viel Spaß gemacht zu haben, dass man sich wieder zusammenfand. Vielleicht auch ein wenig nach dem Motto „Never Change A Winning Team“, schließlich fand sich „Dye It Blonde“ in den amerikanischen Top 200 sowie den Indie- und Rock-Charts des Landes in den Top 25.

Und Fans der Vorgänger dürften direkt beim ersten Durchgang von „Soft Will“ in ihrem Element sein. Shoegaze-Sounds treffen auf viel Hall, Glam-Elemente und verträumte Sounds. Gepaart mit luftigem Gesang und entspannter Melodieführung entwerfen Smith Westerns auf diese Art wohlige Klangteppiche. Daran gibt es bis auf das Instrumental-Stück „Xxii“, das nicht nur Längen hat, sondern eine einzige Länge ist, an sich nichts auszusetzen. Alles ist auf „Soft Will“ an seinem Platz, klingt kuschelig und nett, bietet aber auch keinen einzigen Unterscheidungspunkt zu den Vorgängern. Das Album plätschert im eigenen Wohlgefallen vor sich hin und bietet kaum Belege für die hohe Qualität des feinen Gitarrenpops, den Smith Westerns in der Vergangenheit zu bieten hatten.


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