Rezensionen

Smith Westerns – Dye It Blonde

Smith Westerns - Dye It Blonde

Mitte 2009 veröffentlichten die Chicagoer von Smith Westerns ihr selbstbetiteltes Debüt. Damals noch als Geheimtipp spielten sie sich mit vergnügtem 70ies Garage-Rock direkt in die Herzen ihrer Fangemeinde und machten auch ein gewisses Label aus Oxford, Mississippi auf sich aufmerksam. Die Rede ist von Fat Possum, die bekanntermaßen mit Bands wie Yuck und Bass Drum Of Death derzeit ein gutes Händchen für Grunge-geschwängerten Garage-Rock zeigen. Smith Westerns sind also in guten Händen.

Dort gab man ihnen Chris Coady (Yeah Yeah Yeahs, TV on the Radio) als Produzenten an die Hand und schickte die Band ins Studio, um ihren infektiösen LoFi-Sound auch ein weiteres Mal in begeisternden Songs münden zu lassen. Das Ergebnis erschien nun pünktlich zu den ersten Sommervorboten unter dem Titel „Dye It Blonde“. Und Smith Westerns machen darauf genau das, was man von ihnen erwartet hätte. Sie bedienen sich wild in den 70ern und präsentieren sowohl Hommagen an John Lennon als auch an T-Rex. Die Sonne stets im Herzen und jeder Note ihrer Songs. Der Sound ist dabei jetzt aber nicht mehr ganz so LoFi, sondern mit schrammeliger Note sauber abgemischt.

Die Gitarren quietschen schön und dürfen wie in „Imagine pt. 3“ sogar mal ganz fett abgemischt eine Wand bilden. Der Gesang ist immer ein wenig hintergründig abgemischt, leider durch die hohe Stimme des Sängers und den teilweise großen Hall manchmal etwas an den Nerven zehrend. Meist sorgen die Kompositionen mit dem vergnügtem Gesang und den luftigen Instrumentierungen aber einfach nur für gute Laune und laden zum tanzen in der Sommersonne. Wir sind derweil gespannt, was Fat Possum da noch so im Köcher hat.

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