Rezensionen

Sky Larkin – The Golden Spike

thegoldenspikeIm letzten Jahr haben Sky Larkin eigentlich alles richtig gemacht, was man als Newcomer richtig machen kann. Nach den Vorschusslorbeeren für ihre ersten selbst veröffentlichten Singles und dem Vertrag mit Wichita Records kamen sie nicht gleich mit ihrem Debüt-Album um die Ecke, sondern ließen sich lieber Zeit. Sängerin Katie Harkin ließen sie erst einmal zu Ende studieren, parallel wurden weitere Singles veröffentlicht und immer wieder, unter anderem mit Johnny Foreigner und Los Campesinos! auf Tour gegangen. Der Ritterschlag folgte wohl mit der Tour im Vorprogramm von Conor Oberst. In einer zweiwöchigen Session in Seattle wurde dann unter der Regie von John Goodsmanson (Death Cab For Cutie, Sleater Kinney, Los Campesinos!) das Debüt „The Golden Spike“ eingespielt, ein Ort, der passender nicht hätte gewählt werden können, stellt Sky Larkin’s Debüt, völlig entgegen des Trends in ihrer britischen Heimat, eine Verneigung vor dem amerikanischen Indie-Rock der 90er Jahr dar.

So kommen Sky Larkin ganz nach 90ies Indie-Manier auch gleich auf den Punkt und schreien sich in den knapp 2:20 Minuten des krachigen „Fossil, I“ die Indie-Seele aus dem Leib. Mit Song 2, „Pica“ zeigen Sky Larkin dann ihre verspielte Seite, 1:30 Minuten, die beweisen, dass man keine 4 Minuten braucht um einen mitreißend amüsierten Popsong zu schreiben. „Clean Out Your Ears“ skandiert Katie hier, ein guter Tipp, denn „The Golden Spike“ verdient die volle Klarheit des Gehörs. In den ersten 4 Minuten des Albums zeigen Sky Larkin damit auch eine große Bandbreite ihres Songwritings, die in Variationen in den restlichen 30 Minuten des Albums immer wieder kehren. Da gibt es dann Stücke für die Indie-Disko, wie „Molten“, radiotaugliche Stücke, wie „Matador“ mit der wunderschönen Textzeile „I’m sure that you are not a doormat and I am sure, you could grow into a matador“ und verspielte Synthie-Stücke, wie „Somersault“. Immer im Vordergrund der Stücke steht die gute Laune, welche die Band auch live versprüht, so ist „The Golden Spike“ so etwas wie das auf CD gepresste Schmunzeln. Dazu trägt auch noch bei, dass keines der Stücke die Grenze von 4 Minuten überschreiet, was den Songs eine luftige Kurzweiligkeit verleiht. Oder einfach gesagt, Umwege erhöhen zwar die Ortskenntnis, wer aber schon so viel getourt ist, wie das Trio von Sky Larkin, der nimmt lieber den direkten Weg und der führt direkt über die Ohren in die Beine und zieht die Mundwinkel geradewegs nach oben.

Jetzt seid ihr dran und könnt euch direkt hier, oder im Albumstream bei 3voor12 ein Bild von „The Golden Spike“ machen.

Sky Larkin spielen und erklären The Golden Spike volume 1 from Sky Larkin on Vimeo.

Sky Larkin spielen und erklären The Golden Spike volume 2 from Sky Larkin on Vimeo.

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