Rezensionen

Skies Fell – Skies Fell (s/t)

Skies Fell – An Island

Mehr als fünf Jahre ist es jetzt tatsächlich schon her, dass wir hier das erste Mal über die schottischen Indie-Rocker von Skies Fell schrieben. Wie bei ihren Landsmännern von Fatherson und Penguins Kill Polar Bears, die wir in einem ähnlichen Zeitraum entdeckten, gingen wir davon aus, bald mehr von der Band zu hören. Bei allen drei Bands hat es dann jedoch ein wenig gedauert, bis sie ihre versprochenen Alben dann endlich fertig gestellt haben. Bei Penguins Kill Polar Bears war es im letzten Jahr mit „Building Homes From Broken Bones“ soweit und auch Fatherson veröffentlichten Mitte 2014 ihr Debüt „I Am An Island, mit dem sie sogar den Scottish Music Award als „Rising Stars“ abräumten und sich mittlerweile eine große Fanbase erspielten.

Bei Skies Fell ging die Entwicklung etwas langsamer, auch in Sachen Fanbase. Aus 119 Facebook-Likes vor fünf Jahren sind bis heute leider nur 983 geworden. Ihr lange angekündigtes Debüt-Album, das wohl Ende 2013 endlich fertiggestellt war, ließ auf sich warten, wir blieben jedoch an der Band dran. Auch, weil uns Bandmitglied Ronnie Phipps stehts auf dem Laufenden hielt.

Das Warten auf das Debüt von Skies Fell hat nun jedenfalls endlich ein Ende und am Montag erschien das Album unter dem einfachen Titel „Skies Fell“. In acht Stücken mischt die Band darin Elemente aus Indie-Rock, Shoegaze und Dream-Pop zu jener atmosphärischen Mischung, wegen der wir vor fünf Jahren den Drang verspürten, euch die Band vorzustellen. Der Opener „Elisabeth“ schwebt langsam daher und bietet eine charmante, infektiöse Mischung aus trauriger Ballade und shoegazigem Bombast mit viel Gefühl. Skies Fell räumen dem Gesang viel Luft ein, verpassen aber nie den richtigen Moment für eine energetische Instrumental-Passage mit dichten Gitarrenwänden und dramatisch auftürmendem, choralem Gesang.

Auch in den weiteren Stücken zeigen man Skies Fell, dass sie mit vollem Herzblut in ihrer Musik aufgehen. Egal, ob es sich um das leicht tänzelnde, mit ein wenig Math-Pop angehauchte „You Are The Wave“ handelt, oder um das etwas vertracktere „Bear No Malice“ mit seiner schönen Klaviermelodie, Skies Fell man immer an, dass sie jeden Song mit viel Liebe für das kleinste Detail arrangiert haben. Dadurch klingen die Stücke nicht überproduziert, oder gar überladen, vielmehr merkt man ihnen an, wie viel Leidenschaft in ihnen steckt. So entwickeln sie eine ganz eigene, sehnsüchtige Atmosphäre, der man sich gerne hingibt.

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