Rezensionen

Sir Simon – Goodnight, Dear Mind

2006 erlangte die Band um Simon Frontzek erste Aufmerksamkeit als Support für Tomte. 2008 erschien das erste Album „Battle“. Seitdem steht Simon auch bei Tomte am Keyboard. Live gibt’s die Stücke von Sir Simon in zwei Varianten. Entweder Simon solo oder zusammen mit der vierköpfigen Band. Im Mai und Juni kann man sich wieder von den Livequalitäten überzeugen. Ebenfalls seit 2008 geben sich in Simon Frontzeks Studio die Bands und Singer-Songwriter des Landes die Klinke in die Hand. Er produziert ihre Alben mit dem gewissen Ohr fürs Akustische.

Nun aber zum eigentlichen Thema. Sir Simon veröffentlicht nämlich am 6. Mai 2011 sein zweites Album. Dieses hört auf den wunderbaren Namen „Goodnight, Dear Mind“. Den Verstand kann man beim Hören der zehn Titel ruhig mal zur Nachtruhe schicken und sich einfach den Melodien und der sanften Stimme von Simon hingeben.

Getragen werden die Songs durch die musikalischen Harmonien in den Stücken. Die Vocals scheinen sich leicht um den Klang der Instrumente herumzuwickeln und sorgen dafür, dass die Konzentration da bleibt, wo sie beim Hören von Musik hingehört… nämlich bei der Musik selbst.

Mit „Congratulations“ beginnt das Album, das Elemente aus Pop, Singer-Songwriter und Jazz zusammenführt. Eigentlich möchte man Sir Simon gar nicht so recht abkaufen, dass er aus Deutschland kommt. Mich erinnert seine Musik sehr an The Late Call, in seiner Zartheit aber auch an weibliche Popgrößen wie Norah Jones, Feist oder Yael Naim. Allerdings werden bei Sir Simon noch mehr poppige Elemente und Beats untergemischt als es bei Johannes Mayer und den anderen der Fall ist.

„Goodnight, Dear Mind…“ und „Birthday, Christmas, New Year“ stechen für mich Besonders hervor. Aber auch das etwas schnellere „Exit Sign“ hat etwas, das mich in Verzückung versetzt. Zum Schluss verabschiedet sich Sir Simon natürlich so, wie es sich für einen Gentleman gehört… mit einem leisen „Goodbye“.

Rating: ★★★½☆
Sir Simon
Goodnight, Dear Mind… by sirsimonbattle

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