Rezensionen

Sin Fang – Flowers

Sin Fang - Flowers

Es gibt diese Musiker, die bewegen sich eigentlich immer am Rande des eigenen Radars, bekommt sie von Freunden, Last.fm, Facebook und überall sonst empfohlen, aus irgendeinem Grund hört man aber nie rein. Vielleicht auch, weil man ein wenig stur ist und einen Musiker doch selbst entdecken möchte. Ein wenig so geht es uns mit dem Isländer Sindri Már Sigfússon.

Seit 2002 ist der nun mit seiner Band Seabear und seit 2009 mit seinem Soloprojekt Sin Fang Bous unterwegs, das nun nur noch auf den Namen Sin Fang hört. Anfang des Jahres veröffentlichte er darunter nun schon sein drittes Album und aus irgendeinem Grund hat es nun Klick gemacht und wir haben uns auch endlich „Flowers“ angehört.

„Liebe auf den ersten Blick“ wäre nun nach der Vorgeschichte wohl das falsche Wort. Zumal Sindri einem den Einstieg in „Flowers“ mit dem monotonen Sprechgesang und dem Begleitchor in „Young Boys“ echt schwer macht. Ein kleiner Song, der live vielleicht als Anheizer zum Start des Konzerts funktioniert, aber auf Platte eigentlich nur zum skippen einlädt.

Weiter geht’s dann aber mit „What’s Wrong With Your Eyes“ und damit dem ersten Hit des Albums, das von Alex Somers von Sigur Ros produziert wurde. Ein leichtfüßiges Stück Indie-Pop irgendwo zwischen Jonsi’s Soloalbum „Go“ und Jeremy Warmsley, mit dem sich Sindri auch die Stimmfarbe teilt. Leichtfüßig marschiert er hier durch ein herrlich positives Stück, das mit bunten Farben gemalt wird. An jeder Ecke lässt der Isländer neue Ideen erblühen, dass es eine wahre Pracht ist. Nicht umsonst hört das Album ja auch auf den Titel „Flowers“. Das Stück endet mit einer langsamen Piano-Melodie, die für einen perfekten Übergang zum etwas nachdenklicheren „Look At The Light“ sorgt. In abgeschwächter rhythmischer Form, wie beim Opener leitet Sindri hier durch ein ideenreiches Stück. Die typisch isländische Verschrobenheit findet sich natürlich auch in Form vieler kleiner Spielereien auf „Flowers“. Im Kern ist es jedoch ein wunderbar natürliches Pop-Album das mit Leichtigkeit vorgetragen wird und uns nun ein wenig bereuen lässt, Sin Fang erst jetzt so richtig für uns entdeckt zu haben.


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