Rezensionen

She Keeps Bees – Nests

11 Songs in 27 Minuten runter zu spielen klingt eigentlich verdammt nach Punk. Aber das muss ja nicht immer so sein. Jessica Larrabee, die Frau hinter She Keeps Bees haut in dieser Zeit nämlich 11 Folk-, Soul- und Blues-Stücke raus. Die leben sind dann alle vor allem eins, nämlich nicht wirklich schnell. Alles andere als Punk also, aber wieso sollte es diesem Genre auch vorbehalten sein einen Song in knapp zweieinhalb Minuten durchzudeklinieren. Unterstützt wird Jessica Larrabee übrigens von Andy LaPlant.

Zusammen fabrizieren die beiden Stücke, die so staubtrocken sind, wie die texanische Heimat, die man ihnen zuschreiben würde. Aber auch hier ist das Duo wieder untypisch, das kommt nämlich aus Brooklyn. Da liegt vielleicht auch die Problematik ihres Albums „Nests“. Das sprüht nur so vor Zitatfreude an Blues-, Rock- und Folk-Größen und Anleihen bei PJ Harvey, Cat Power und Feist. Zusammen mit der wirklich guten Soul- und Blues-Stimme von Jessica Larrabee ist das dann auch mit Hingabe und Leidenschaft vorgetragen und perfekt inszeniert, nur geht dieser Mischung viel zu oft die Eigenständigkeit verloren. So bleibt nach 27 Minuten nicht mehr als so etwas, wie eine entschärfte Variante der White Stripes mit Frauenstimme. Phasenweise durchaus charmant, meist aber trotz nur knapp zweieinhalb Minuten pro Song extrem langatmig.

Rating: ★★☆☆☆
She Keeps Bees

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