Rezensionen

She & Him – Volume Two

Vorhang auf, jetzt beginnt der zweite Akt der Geschichte von ihr und ihm. Er ist ein Indie-Songwriter, der bisher immer am kommerziellen Erfolg vorbei schrammte. Sie ein junges Mädchen mit großen Augen und noch größerer Fangemeinde bei Indie-Jungs, die sich bisher vor allem als Schauspielerin einen Namen machte. Getroffen haben sich Zooey Deschanel und M. Ward am Set eines Films, bei dem M. Ward am Soundtrack mitarbeitete. Im Entstehungsprozess merkten beide, dass die Arbeit zusammen sehr fruchtbar war und irgendwann enstand daraus der erste Akt von ihr und ihm, „Volume One“ genannt.

Und da es sich bei ihr um eine Schauspielerin handelt, hat die Fortsetzung natürlich auch den ganz einfachen Titel „Volume Two“. Und wie das bei Fortsetzungen so üblich ist, gibt es viele Übereinstimmungen mit dem Vorgänger. Der Sound ist etwas dichter geworden und das Songwriting etwas ausgewogener, da sich nicht mehr alles um den einen Hit dreht. Gemeinsam haben sie und er wieder Songs geschaffen, die nach guter alter Zeit klingen. Damals, als sie und er noch in der Küche zum Radio tanzten und Johnny und June Carter Cash noch gemeinsam im Fernsehen Duette trällerten und dabei nicht aussahen, wie Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon. Deschanel’s träumerische, leicht kehlige Stimme gibt dem ganzen noch eine ganz spezielle, wie man das von ihr gewöhnt ist, zuckersüße Note. M. Ward sorgt für den letzten Schliff bei den Arrangements und fertig ist perfekter Girl-Pop. Wie das bei Fortsetzungen so ist, ist das nicht immer spannend, oder neu, aber dennoch gute und vor allem verlässliche Kost. Manchmal will man vom Kino, oder Musik ja auch nicht mehr.

Rating: ★★★☆☆
She & Him

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