Rezensionen

Sea Wolf – Song Spells, No. 1: Cedarsmoke

Sea Wolf - Song Spells, No. 1: Cedarsmoke

Zwei Jahre sind nun schon wieder ins Land gezogen, seit Alex Brown Church mit seiner Band Sea Wolf das dritte Album „Old World Romance“ veröffentlichte. Eine Hommage an Kalifornien mit viel Melancholie.

Im Juli erblickte mit „Song Spells, No. 1: Cedarsmoke“ das (inoffiziell) vierte Sea Wolf Album das Licht der Welt. Zunächst bei Bandcamp als Name Your Price digital released, ist das Album nun auch ganz offiziell auf physischem Wege in Deutschland erschienen.

Wie die „No. 1“ im Titel schon andeutet, handelt es sich bei „Song Spells“ um ein neues Sea Wolf Projekt, zu dem es durchaus Fortsetzungen geben könnte.

Wie Alex Brown Church es so schön ausdrückt ist das Werk „ein echtes Sea Wolf Album, aber kein offizielles. Es ist ein Geschenk an unsere Fans“. Ein Geschenk, das den Songwriter mit intimerem, direkterem Sound und ein wenig mehr Mut zu experimentelleren Klängen zeigt. Ein Album, das eine Art „kreative Regeneration für das nächste Album“ darstellt.

„Song Spells, No. 1: Cedarsmoke“ ist über einen Zeitraum von vier Monaten geschrieben und aufgenommen worden. In diesem Zeitraum hat sich Church selbst dazu gezwungen, seinen Instinkten ein bisschen Freiraum zu geben und seinen Perfektionismus ruhen zu lassen. Ein Album, das er nur Spaßes halber aufgenommen hat, ohne kommerzielle Erwartungen seitens des Labels. Deshalb ist es auch im Heimstudio eingespielt worden. Nur mit Hilfe der Bandmitglieder Lisa Fendelander, Joey Ficken und Scott Leahy, die zur herbstlichen Atmosphäre des Albums beigetragen haben. Auch wenn das Werk nur nebenher entstanden ist, ist es dennoch ein ernstzunehmendes Album. Eine Songsammlung, die vielschichtig und stimmungsvoll daherkommt und wirklich wie ein gemütlicher, vernebelter Herbstabend, den man daheim mit dem Duft sanft verglimmenden Zedernholzes verbringt. Mit einem Grundton, der deutlich persönlicher klingt, als alles, was Sea Wolf zuvor herausgebracht haben. Gefühlvoll vorgetragen und nahegehende Kost für Fans ruhiger Singer-Songwriter-Sounds. Mit Songs, wie „Young Bodies“ oder „Cedarsmoke“, die einen mal umfließen, wie langsam aufkommender Herbstnebel und Stücken, die den warmen Sonnenaufgang mit etwas schnelleren, poppigen Tönen wiedergeben, wie etwa das schöne „The Water’s Wide“. Auch wenn „Song Spells, No. 1: Cedarsmoke“ kein offizielles Album in der Diskographie von Sea Wolf darstellt und es „nur“ ein Geschenk an Fans sein soll, ist es doch ein Album, das man sich auch anhören sollte, wenn man bisher nicht Fan war, denn hier gibt es einiges zu entdecken.

SEA WOLF AUF DEUTSCHLAND-TOUR

18. Oktober 2014, Hamburg – Devil Duck 10 Year Anniversary
22. Oktober 2014, Dresden – Ostpol
23. Oktober 2014, Berlin – Monarch
25. Oktober 2014, Erlangen – E Werk
26. Oktober 2014, Darmstadt – Bedroom Disco
01. November 2014, Freiburg – Swamp
02. November 2014, Köln – Studio 672
03. November 2014, Duisburg – Steinbruch
04. November 2014, Münster – Pension Schmidt
08. November 2014, Rolling Stone Weekender


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