Rezensionen

Sans Parade – Sans Parade (s/t)

Sans Parade

„Wäre die Welt 2012 tatsächlich untergegangen, diese Platte hätte als Soundtrack gefehlt“ schreiben unsere geschätzten Kollegen von Plattentests.de über das Sans Parade Debüt. Passenderweise liefert das Debüt der Band um Songwriter Markus Perttula und Komponist Jani Lehto dann auch noch Songs mit Titeln, wie „The End Of The World 1964“ und „The Last Song Is A Love Song“. Weltuntergangsstimmung auf Albumlänge also? Das kann man durchaus so stehen lassen, denn Sans Parade liefern schon ab der ersten Minute mit dem Opener „The Last Song Is A Love Song“ mystische Arrangements, die sich hymnisch dem Himmel entgegenstrecken. Herausragendes Merkmal dabei die starke Stimme von Markus Perttula und die gekonnte Mischung aus wuchtigem Refrain und ruhigen Strophen. Ausgedehnt auf mehr als sechs Minuten ist so der ein oder andere Schauer, der einem über den Rücken jagt, garantiert.

Das passt auch zum Ansatz von Sans Parade, die sind nämlich laut eigener Aussage angetreten, die Möglichkeiten orchestralen Kammerpops mit einer extrovertierten Fusion von akustischer Musik und Rock zu verbinden.

So bietet das Debüt der Band dann auch wirklich eine stimmungsvolle Verknüpfung orchestraler Elemente, die meist über viele Streicher erzeugt werden, mit elektronischen Einspielungen, Synthiesounds und einer Menge Field-Recordings. Das ergibt eine lebendige, organische Mischung, die mit den Geschichten von Markus Perttula zu kleinen Popkunstwerken verwoben werden. Dabei erzählen nicht nur die Lyrics die Geschichte, auch die Instrumente führen sie fort. Bei Songs, wie bereits erwähntem Opener, dem Stück „A Ballett In The Sea“, bei dem Sans Parade ein wenig an Patrick Wolf erinnern oder ihrer ersten Single „On December 13th“ weiß die Band mit ihrer Mischung auch wirklich zu fesseln. Teils will die Band aber auch zu viel und manchmal lassen Sans Parade auch ein wenig den roten Faden vermissen. Insgesamt ist das Debüt der Finnen aber eine sehr gelungene, dunkle Sammlung von Geschichten, die eine wunderbare post-apokalyptische Grundstimmung in sich tragen.


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