Rezensionen

Robyn – Body Talk Pt.1

Robyn’s zweites Album als Independent-Künstlerin erinnert eher an ihre Zeit als Popstar. Die Länge von „Body Talk Pt. 1“ liegt mit 8 Songs zwischen EP und Longplayer. Liegt vielleicht daran, dass diese Veröffentlichung den ersten Teil einer Album-Trilogie darstellt.

Der erste Song „Don’t Fucking Tell Me What To Do“ ist irreführend. Er fängt mit minimalistischem Electro an, begleitet von monotonen Liedtexten, die vorausschaubar daherkommen und den Alkohol – und Zigarettenkonsum sowie die Vorliebe für Highheels der Sängerin anprangern. Kaum Melodien, kaum Breaks. Dagegen wirken die restlichen Songs weichgespült. Unterscheidet sich nur wenig von den aktuellen Songs der Black Eyed Peas. Es fehlen die prägnanten Melodien, die elektronischen Experimente des Debüts „Robyn“. Laut dem Albumtitel „Body Talk Pt. 1“ soll der Körper zum sprechen animiert werden. Im gemütlichen Zuhause ist diese Sprache eher ein regloses sitzen im Stuhl, auf dem Bett oder wo auch immer. Spaß machen könnte das Album höchstens auf der Tanzfläche. Aber mit reichlich Sprit funktioniert dann eigentlich fast jede Musik. Die einzigen Lichtblicke sind „Fembot“ mit seinem kindlichen Refrain und Robyn als Rapperin sowie „Dancing On My Own“ – ein besserer Popsong für die Prime-Time der Musiksender. Den Abschluss bildet „Jag Vet En Dejlig Rosa“, ein schwedischer Song mit Gutenachtlied-Charakter. Funktioniert aber auch nur, wenn man nicht schon vorher eingeschlafen ist.

Rating: ★★★☆☆
Robyn

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