Rezensionen

Rival Schools – Pedals

Ganze zehn Jahre hat es gedauert bis Rival Schools nun endlich den Nachfolger vom gelungenen Debüt „United By Fate“ herausbringen. Zwischendurch hatte die Band eine fünfjährige Pause eingelegt, bis sie 2008 wieder zusammenkam. Sänger und Tausendsassa Walter Schreifels blieb natürlich nicht ruhig und machte durch etliche andere Bands und sein Soloprojekt von sich reden.

Was hat die lange Abstinenz der Musik gebracht?

Vielleicht hat es mit Schreifels Soloprojekt zu tun, welches seine Singer-/Songwriterqualitäten zum Vorschein brachte, dass auch „Pedals“ ruhiger als der Vorgänger ist. Dies zeigen Songs wie „Racing To Red Lights“ oder „Small Doses“ – in dem sogar die Akustikgitarre zum Einsatz kommt. Rival Schools  zeigen mehr Detailverliebtheit – komplexere Songstrukturen wechseln sich ab mit der bandtypischen, jugendlichen Energie, die die Gitarren aufjaulen und die Effektpedale glühen lässt. So schlagen die energiegeladenen Songs „Eyes Wide Open“, „Wring It Out“ und die Single „Shot After Shot“ eine deutliche Brücke zum Hardcore. Schreifels rauer, fordernder Gesang trägt beträchtlich zu diesem Vergleich bei.

Es wäre ein Fehler, die einzelnen Songs einem einzelnen Genre oder „Energiespektrum“ zuzuordnen. Sie sind nicht schwarz und weiß, sondern besitzen alle einen abwechslungsreichen Aufbau, der ihnen mehr Dimensionen verleiht. Deswegen sind die ruhigeren Songs auch mal energetisch und die lauten haben ruhige Momente. Diese kleineren Stellen sind von großer Wichtigkeit für die Songs, wie beispielsweise das kurze, verzerrte Gitarrensolo in Minute 1:58 auf „Big Waves“. Bei dem ganzen Dimensionsreichtum schaffen es Rival Schools dann trotzdem, den Tracks Pop-Appeal zu verleihen, die sie radiotauglich machen. Dazu steuern die einprägsamen, hymnischen Refrains bei, die den Hörer mit Euphorie erfüllen und „Pedals“ zu einem perfekten Frühlingsalbum machen.

Rating: ★★★★½
Rival Schools

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