Rezensionen

Rinôçérôse – Futurino

Rinôçérôse kommen aus Frankreich, eine Feststellung, die wenig überrascht, schließlich haben Franzosen mit Bands wie Justice und Phoenix das Erfolgsrezept für elektronische Musik gepachtet, woher sonst sollte die Band also stammen. Zudem stammt die Band auch noch aus dem Subgenre „Bands aus Werbung zu Apple-Produkten“, denn der Song „Cubicle“ lief vor einer Weile einmal in der iPod-Werbung. Damit steht dem großen Durchbruch des 1996 gegründeten Duos also eigentlich nichts mehr im Wege. In Frankreich ist der natürlich schon lange, nicht zuletzt durch Tourneen mit und Name-Domming von Moby, New Order, Massie Attack, etc.

Mit Futurino bläst das Elektro-Rock Duo nun also zum Angriff und das auch mit ordentlich Dampf. So zuckelt der Opener „Panic Attack“ mit rauen Gitarren, stampfenden Drums und poppiger Melodie dann auch direkt ins Ohr. „Time Machine“ zeigt dann schon die Grundeinstellung des Albums, kein Song darf auch nur im Ansatz in einem ähnlichen Soundkosmos wie sein Vorgänger statt finden, und so findet sich nach Disko-Pop eine Mischung aus Trip Hop und Elektro in Song 2, eingesungen von Ninja von The Go! Team. „Where You From?“ gibt sich als Elektro-Rocker mit kräftigen Synthies, irgendwo im weiten Raum zwischen MGMT und Primal Scream. Trance gibt es dann in „Head Like A Volcano“. So stampfen sich Rinôçérôse durch zehn unterschiedliche Songs, die das Album fast schon mehr wie eine Compilation, denn als Gesamtalbum wirken lassen. So werden sowohl Fans von The Gossip, aber auch für Phoenix-Freunde etwas finden. Das will nicht immer alles zusammen passen, macht aber Laune und bietet vor allem viel zu entdecken.

Rating: ★★★½☆
Rinôçérôse

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