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Ramona Falls – Intuit

Menomena sind eine dieser Bands, die ich immer gut finden wollte, die mir dann aber immer ein kleines wenig zu verkopft und unzugänglich waren. Auch mit ihrem Live-Auftritt im Münsteraner Gleis 22 öffnete sich mir der Sound der Band nicht. Dennoch begeistern mich einzelne Tracks und das Schaffen der einzelnen Mitglieder, wie Danny Seim, der schon vor Menomena mit Lackthereof unterwegs war und eben Brent Knopf, der neben seiner Produzententätigkeit auf dem Dear Reader Album „Replace Why With Funny“ nun mit dem Album „Intuit“ seinen ersten Solo-Versuch als Ramona Falls wagt. Benannt hat er das Projekt nach einer verklärten Kindheitserinnerung an seine Heimatstadt, die zwischen Mount Hood und Portland Oregon lag. Ganz in der Nähe befanden sich auch die sogenannten „Ramona Falls“.

So klingt das Album dann auch nach einem verklärten, nostalgischem und kindlichen Blick zurück, wie eine bunte, leicht düstere Kinderwelt. Bei der Verwirklichung des Albums hatte er übrigens Unterstützung von den ein oder anderen Gastmusikern, genau genommen 35 Stück, eine lange Liste also bestehend aus Mitgliedern von The Helio Sequence, Mirah, Loch Lomond, 31 Knots, Talkdemonic, Nice Nice, Tracker, Dat’r, Dear Reader, 3 Leg Torso und Matt Sheehy. Freunde aus aller Welt also, die Brent zusammen trommeln konnte, um „Intuit“ den richtigen Klang zu verleihen. Eröffnet wird mit dem schönen „Melectric“, das ein ruhiges Intro besitzt und sich dann mit hinzustoßenden Instrumenten, einer treibenden Snare-Drum und anderen Klängen immer weiter zu einer herrlichen Symphonie steigert. Begleitet von Knopf’s klarem Tenor ist entwickelt sich auf diese Art ein mitreißendes Stück, von der in dieser Art noch einige auf „Intuit“ folgen. Song 2, „I Say Fever“ gibt sich ein wenig rockiger mit einem Dance-Rhythmus und rhythmischem Reimgesang. Die „rockigeren“ Stücke auf „Intuit“ geben sich dann zwar auch etwas verschlossener als die „symphonischen“ Stücke, aber egal ob „rockig“, oder „symphonisch“, bei beiden Arten gibt es eine Menge zu entdecken, so dass man auch beim 12ten durch hören noch neue Facetten entdecken kann. Das macht auch den Reiz an „Intuit“ aus, das einen zunächst ob seinem Versuch der Verknüpfung von Symphonie und Kakophonie vielleicht den Einstieg erschwert, aber das ist auch normal für Menomena. Im Gegensatz zur Hauptband erschließt sich das Album dann aber schnell und offenbart viele schöne Momente, wie das bombastische Interlude in „Clover“, oder die Verzweiflung in „Salt Sack“. Das macht „Intuit“ zu einer bunten Entdeckungsreise durch die Ideenwelt von Brent Knopf, die bei jedem Hören wieder Spaß macht.

Rating: ★★★★½
Ramona Falls

Das ganze Album hier im Stream

Myspace // Label

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