Rezensionen

Ramesh – The King

Ramesh - The King

Ganze sieben Jahre ist es im schon her, dass die Indie-Popper von Voxtrot ihr ebenfalls „Voxtrot“ benanntes Debüt Album veröffentlichten, auf das trotz positiver Resonanz in der Presse und auch live leider 2010 dann die Trennung folgten. Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen und nur Frontmann Ramesh Srivastava ist ab und zu mit neuen Songs in Erscheinung getreten. Darunter letztes Jahr unter anderem das Stück „The King“, das ohne viele Worte oder Ankündigungen erschien. Dabei handelt es sich aber offensichtlich um den Titelsong des Solo-Debüts, dass der in New York lebende Songwriter nun nach einer erfolgreichen Finanzierung über Kickstarter veröffentlichte.

Als Künstlernamen wählte er der Einfachheit halber Ramesh und als Personal im Studio einige vertraute Gesichter. So findet sich an den Drms Matthew Simon und an der Bass und E-Gitarre Jason Chronis. Beides ehemalige Mitstreiter des Texaners bei Voxtrot. Aufgenommen wurde das Album direkt in Austin, der Heimat von Voxtrot. Auf einer Website, die eigens zum Release eingerichtet wurde erläutert Ramesh seine Inspiration für „The King“ und die Themen, die er darauf behandelt.

Ein offener Brief, den man nicht unbedingt lesen muss, da Ramesh alle Themen und Geschichten in seinen Songs deutlich formuliert und mit klarer Stimme ausdrückt. So geht es um sein Leben in New York und wie sich die Stadt im Zuge der Weltwirtschaftskrise und der Occupy-Bewegung verändert hat, um seinen Aufenthalt in Berlin, um seine texanische Heimat und natürlich um die Liebe. Der Titeltrack „The King“ ist gleich zu Beginn eine dieser kleinen Hymnen, in denen ein Künstler seine Hassliebe zu New York erklärt. Instrumentiert vom typischen Voxtrot Indiepop, der vor allem im Refrain richtig stark durchkommt und immer noch ein wenig Wehmut ob der Trennung der Band hervorruft. Der Ansatz auf dem ganzen Album ist insgesamt etwas poppiger und Pianolastiger, als bei den alten Voxtrot Stücken. Berauschende Gitarren, wie bei „1111“ sind eher selten. So entfaltet „The King“ seine Wirkung eher in den ruhigen Passagen und schöpft seine Kraft aus dem Gefühl, dass Ramesh in die luftigen Stücke legt. So ist das Album auch mehr, als nur das Soloalbum des ehemaligen Frontmanns einer Indie-Pop-Formation der Nuller Jahre. Vielmehr zeigt es eine Künstlers, der es geschafft hat seine musikalische Weiterentwicklung, den Einfluss des bisherigen Schaffens und die eigenen Stärken in einem über weite Strecken unterhaltsamen Album zu bündeln.

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