Rezensionen

Porcelain Raft – Permanent Signal

Porcelain Raft - Permanent Signal

Es ist gerade einmal etwas mehr als ein Jahr her, dass uns der Brooklyner Mauro Remiddi mit seinem ersten Porcelain Raft Album „Strange Weekend“ eine tolle Sammlung verträumter Synthie-Stücke präsentierte, die uns verzauberte. Da Mauro anscheinend einen großen Output besitzt, veröffentlicht er nun mit „Permanent Signal“ bereits sein zweites Album. Auch wenn nur eineinhalb Jahre zwischen beiden Alben liegen, hat sich der gebürtige Italiener Zeit für die Weiterentwicklung seines Sounds genommen. Die Grundstruktur bilden fein aufgebaute Synthiemelodien, die nun durch eine größere Auswahl an Instrumenten, wie Streicher, Pianos und auch Bläser angereichert werden. So erschafft Mauro mit Porcelain Raft sogar ruhige Pianoballaden, wie „I Lost Connection“.

Die Grundstimmung auf „Permanent Signal“ ist gewohnt melancholisch. Remiddi singt mit hoher Stimme zu meist langsamen und fein ausgearbeiteten Melodien. Der Opener „Think Of The Ocean“ bildet dabei fast noch das temporeichste Stück. Das Arrangement erinnert hier vom pluckernden Aufbau und dem sanften Gesangseinstieg ein wenig an die Stücke von Owen Pallett, jedoch in einer deutlich elektronischeren Variante.

Nach traurigem Beginn schwingt sich das Stück ein wenig auf und lässt ein wenig Hoffnung durch. Ein Mittel, das Remiddi auch in der Folge häufiger einsetzt. So ergeben sich feingliedrige Stücke, die mal etwas voller instrumentiert und dann wieder zerbrechlich reduziert sind, die immer fesseln und in einen traumähnlichen Status versetzen. Besondere Highlights bilden dazu dann noch kleine Hits, wie etwa „The Way Out“, das einen leicht stampfenden Beat, wunderbar verdichtete Synthies und eine starke Gesangsmelodie bietet. Das alles mit gewohnt wenigen Mitteln, die zunächst unspektakulär wirken, aber nach einer Weile eine kraftvolle Wirkung entfalten und „Permanent Signal“ zu einem mehr als würdigen Nachfolger für „Strange Weekend“ machen.

Porcelain Raft live

26. Oktober 2013, Blue Shell, Cologne
27. Oktober 2013, Kantine, Berlin


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