Rezensionen

Piroth – Safe Haven

Piroth ist ein weibliches Duo bestehend aus den Schwestern Nina und Johanna Piroth. Mit „Safe Haven“ veröffentlichen sie bereits ihr zweiten Album auf dem eigenen Label Oma Gusti Records. Die Schwedinnen präsentieren hier harmonischen, melodischen Gesang vor variierenden Folk-Pop Klängen. Diese, weit ab von mittlerweile gewohnter schwedischer Popmusik, scheinen vielmehr an die Tradition einer magischeren, urigeren Kulisse Skandinaviens anzuknüpfen. Das klingt dann oftmals melancholisch, sanft und teilweise fast schon gespenstisch. Einen Eindruck solcher Aspekte liefert bereits das als Single auserkorene „Fog Dancers“.

Ein wenig unheimlich schaffen es die beiden durch abwechselnde oder harmonische, dann auch von den männlichen Stimmen der Bandmitglieder gestützt, eine atmosphärische Szenerie zu kreieren. Beeindruckend ist auch wie sich immer wieder von diesem Thema weg gewagt wird. Am auffälligsten wird dies, wenn mit „Only for tonight“ plötzlich ganz unbekümmert ein Lied daherkommt, das ohne Probleme als geradliniger Elektro-Pop gelten könnte. Andere Stücke wie „Doctor“ oder „Trans-Siberian Express“ schaffen es in besonderer Weise eine zunächst nicht aufkommende Eingängigkeit hervorzubringen. So schreitet das Album also moderner und immer variiert voran, verliert aber niemals seinen besonderen am Beginn dessen eingeleiteten Klang. Am Ende steht dann so auch wieder die Melancholie in höchsten Maßen. „Irgendwo“ stellt die endlose Suche nach dem Besseren heraus und wird wohl in dem Zusammenhang in der leicht fremden, oder für uns gewohnten, Sprache deutsch gesungen. Obwohl vieles zunächst befremdlich klingt und bei manchen Liedern der Funke nicht so ganz überspringen mag, haben Piroth letztendlich ein wirklich besonderes und, in mehrfacher Hinsicht, zauberhaftes Album geschaffen.

Rating: ★★★★☆
Piroth

Piroth – Fog Dancers from Oma Gusti on Vimeo.

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