Rezensionen

Pg.lost – In Never Out

Unterstellten wir den Nordmännern aus Schweden heute noch eine Hochburg europäischer Rockmusik zu sein, müssen wir diese Annahme nun einmal mehr bestätigen. Jetzt geht es allerdings um das schöne Sub-Genre des Post-Rock. Das haben die Schweden seit eh und je gepachtet, genügend Schwermut für derartige Musik sammelt sich bei den Skandinaviern anscheinend wegen der langen Winter im Nu an. Seinen Ausdruck erhält dieser dann mit düsteren Klanggebilden aus dichten Gitarren, schweren Bässen und marschierenden Drums.

Das belegten vor Kurzem Immanu El auf ihrem neuen Album „Moen“ und nun eben auch die Schweden von Pg.lost auf ihrem zweiten Album „In Never Out“. Das Grundrezept bei Pg.lost ist dann auch ganz einfach. Es beginnt fast immer mit Stille, in der man beispielsweise im Opener „Prahanian“ erst ein leises Ping hört. Daraus erwächst dann über beinahe 8 Minuten ein episch düsterer Post-Rocker mit moll-lastigen und schweren Melodien. Die Genre-Zutaten beten Pg.lost auch mit einer beinahe beängstigenden Perfektion runter, schaffen es aber manchmal nur knapp eine schwermütige Langeweile zu umgehen und den Hörer zu fesseln. Das schaffen sie vor allem durch abwechslungsreiche Melodieführungen und Höhepunkte, die einem durch beinahe Heavy Metal ähnliche Gitarren und Drums ordentlich die Trommelfelle massieren. Das hebt Pg.lost dann auch aus der Masse gesichtsloser schwedischer Post-Rock Bands hervor und sichert ihnen ein Stück Eigenständigkeit.

Rating: ★★★★☆
Pg.lost

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