Rezensionen

Pavement – Quarantine The Past: The Best Of Pavement

Eigentlich kommt dieses Best Of ein paar Monate zu spät. Denn nachdem sich Pavement 1989 gründeten und 1999 wieder auflösten, wäre ein Comeback-Best-Of 2009 natürlich perfekt gewesen. Aber die Nachricht vom Comeback war ja (glaube ich) bereits Ende 2009 bestätigt, somit haben Pavement die Zahlenreihe ja doch irgendwie geschafft. Pünktlich zum Start der Comeback-Tour gibt es jetzt jedenfalls ein Best Of der kalifornischen Indie-Rocker. Das macht bei fehlendem neuen Material ja auch irgendwie Sinn und ist Blur im letzten Jahr bereits sehr gut gelungen. Zumal viele der heutigen „Indie-Jünger“ Pavement wohl nur noch als britischen Begriff für den Bürgersteig kennen und entfernt einmal davon gehört haben dürften, dass in den 90ern einmal eine Band um Stephen Malkmus das geprägt haben, was sie heute so in den Clubs abfeiern.

Ein Best-Of ist für eben diese Klientel also perfekt, um sich einen ersten Überblick über das Schaffen der Band zu verschaffen. Das es mehr Sinn macht, sich einfach mit der Discografie zu beschäftigen sei einmal dahin gestellt, wir leben schließlich in schnellen Zeiten, da hat nunmal nicht jeder die Geduld, sich durch zehn Jahre und sechs Alben Bandgeschichte zu hören. Will heißen, Pavement Fans, die bereits alles von der Band kennen, könnte höchstens das Remastering der Stücke interessieren. Das gab es aber bereits auch in der Form der remastereten Studio-Alben und macht nun auch nicht den riesigen Unterschied. Ein recht einfaches Fazit, aber was will man näher zu einem Best-Of, einer Band, die mit ihrem rauen, von der Sonne verwöhntem Gitarren-Sound, eine ganze Generation von Indie-Bands geprägt hat schon noch sagen. Die Songs sind durch die Bank famos. Ob nun der eine oder andere fehlt, oder es dann doch nicht verdient hat, auf dem Best-Of zu landen, ist immer Geschmackssache und wird jeder Pavement Fan anders empfinden. Sicher ist jedenfalls, die Zusammenstellung wirkt schlüssig und nachvollziehbar und hält den Hörer bei der Stange. Zumal mit 23 Songs alles andere als nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Schaffen der Band gezeigt wird. Also, zum Einstieg ist das Pavement Best-Of nur zu empfehlen und Fans können sich das ja einfach als Playliste auf ihrem MP3-Spieler für’s joggen anlegen.

ohne Wertung


Stereo

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