Rezensionen

Patrick Watson – Wooden Arms

Patrick Watson ist ein Träumer. In seinen Träumen wandert er durch karge Landschaften, durch Wälder und über Berge. Dabei trifft er auf wilde Tiere, Fabelwesen und andere Wanderer. Seine Erfahrungen in den Träume fasst er in Songs zusammen, die genau so versponnen und abenteuerlich sind. Mittlerweile nimmt er uns nun mit „Wooden Arms“ auf seine dritte derartige Reise mit. Dabei herrschen die kargen Landschaften vor, werden jedoch von einem Wanderer auf wundersame Weise belebt. 

Anders als noch auf „Close To Paradise“ ist er nun wieder introvertierter und lässt seine Stimme kaum einmal richtig laut werden. Er lamentiert eher auf die ihm eigene Weise und lässt sie umgarnen von (kammer)orchestralen Arrangements aus Geigen, Percussions, Klavier und viel anderem Geklimper. Packende Arrangements, die dramatisch durch atmospärische, mystische und häufig tieftraurige Songs leiten. Manchmal zieht Watson sich stimmlich sogar komplett zurück und lässt auf zwei Songs nur das Orchester, bzw. die Band ran. Dabei ist es häufig, wie auch schon auf den beiden Vorgängeralben der Missklang, der die Stücke so wunderbar zusammenhält, versponnene Melodien und scheinbar schiefe Klangbilder, die durch Watsons Gesang zusammengehalten und zu einer Einheit geformt werden. Damit bewegt er sich nun weg von den Jeff Buckley Vergleichen aus „Close To Paradise“ Zeiten („Lucious Life“) auf eine Ebene mit Rufus Wainwright. Antony And The Johnsons müssen hier gar nicht erwähnt werden, die hat er schon lange überholt. So wandern wir mit dem Träumer im Polka-Schritt durch die kargen Landschaften seiner Träume und freuen uns auf den Tanz mit den Elfen im Wald.

Das gesamte Album gibt es bei 3voor12 im Stream

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