Rezensionen

Papercuts – You Can Have What You Want

Shoegaze, Dream-Pop und jede Menge Melodieverliebtheit. Eine Kombi, die es in den letzten Wochen in den verschiedenen Ausprägungen hier nicht gerade selten gab. Jason Quever ist wieder so ein Zeitgenosse, der sich musikalisch anscheinend vor allem von diesen Kriterien, von jeder Menge Folk und vom unbändigen Sonnenschein in seinem Herzen beeinflusst sieht. Dazu kommt natürlich noch jede Menge Liebe zur Musik, die er in bisher zwei Alben und einer Zusammenarbeit mit Port O’Brien auslebte. Auf Album Nummer drei „You Can Have What You Want“ sind diese Einflüsse und Faktoren wieder ganz deutlich zu spüren.

So präsentiert er 10 Songs voller Frühlingswärme, Trost und Schwelgereien. Vordergründig getragen von einer Orgel, die mal mehr, mal weniger leiert und Quever’s androgyne Stimme unterstützt. Dabei klingt Quever immer ein wenig verträumt, manchmal ein wenig schläfrig. Ähnlich seinem Gnomonsong Labelkollegen Andy Cabic von Vetiver gerät er dabei nie aufdringlich, sondern immer zurückhaltend und im Einklang mit der Instrumentierung. Anders als bei Vetiver kommt „You Can Have What You Want“ aber nicht einem Ausflug in der Mittagssonne gleich, sondern ist eher vergleichbar mit den durchbrechenden Sonnenstrahlen im morgendlichen Frühlingsnebel. Ein Nebel aus verschiedensten übereinandergeschichteten Klangebenen, die Quever mit seiner Stimme durchbricht. Die Worte auszumachen, die er singt schient beinahe unmöglich, aber das scheint auch nicht wichtig. Der Sound ist es und der verzaubert folkig-choral, shoegazig verträumt und mit jedem Hören noch mehr.

You Can Have What You Want – P…

      ffff       
Myspace // Label

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