Rezensionen

Oscar And The Wolf – Entity

Oscar And The Wolf - Entity

Es ist nun genau ein Jahr her, dass wir die Belgier Oscar And The Wolf mit ihrer „EP Collection“ aus den beiden EPs „Imagine Mountains“ und „Summer Skin“ hier bei uns vorstellten. Seitdem veröffentlichte die Band um Singer-Songwriter Max Colombie und ständig wechselnde Mitglieder auch das Debüt „Entity“ in Belgien erschien und das es sogar bis auf Platz 5 der dortigen Charts brachte. Darauf präsentiert Colombie eine leicht veränderte Herangehensweise an sein Songwriting. Nachdem die beiden EP’s noch häufig klassische Folk-Instrumentierungen mit luftigen Arrangements und einigen elektronischen Klangflächen kombinierte, bietet das Debüt elektronischen Pop mit vielen sphärischen Klangflächen, pulsierenden Laptop-Beats und einem großen Hang zur Melancholie.

Schon der Opener von „Entity“, das Colombie übrigens bis auf ein wenig Hilfe von Leo Abrahams, der bereits für Brian Eno, Jon Hopkins, Starsailor, Frightened Rabbitund Wild Beasts produziert hat, in Eigenregie aufnahm, demonstriert die elektronische Herangehensweise. „Joaquim“ kommt mit schwermütig wabernden Synthieflächen und verzerrtem Gesang aus den Boxen und gibt die Richtung für die folgenden Songs vor.

Zwölf Stücke, die einen zurückhaltenden Songwriter zeigen, der seinen Gesang mit souliger Eleganz einsetzt und das Spiel mit elektronischen Klangflächen voller Melancholie beherrscht. Doch bei aller schillernder Eleganz vieler Songs, unter denen sich auch Hits, wie „Princess“ und „Undress“ befinden, erliegt Colombie auf seinem Debüt als Oscar And The Wolf leider auch der Gefahr, die mit vielen elektronischen Spielereien und Klangflächen einhergeht. Er verliert sich häufig zu sehr darin. Die Beats plätschern und die Sounds wabern gefällig umher. Wirkliche Begeisterung mag dabei am Ende leider nicht aufkommen und so bietet „Entity“ vor allem viel ungenutztes Potential und wenige Anknüpfungspunkte.

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