Rezensionen

Oh, Napoleon – Yearbook

Oh, Napoleon – eine Band aus… man sollte es fast nicht für möglich halten… Krefeld. Wie so häufig überraschen uns Musiker aus der nahen Umgebung und zeigen, dass sie durchaus mit der internationalen Konkurrenz mithalten können.

Das erste Mal, das mir diese Truppe begegnete, war im Dortmunder FZW im Vorprogramm von den Schotten Martin and James. Dort haben sie mich ziemlich beeindrucken können, obwohl sie damals nur zu dritt auf der Bühne standen und ihre Titel akustisch zum Besten gaben.

Das ist wohl auch der ausschlaggebende Punkt, wieso mich das Studioalbum nicht zu 100 Prozent überzeugen kann. Leider, leider fehlt mir auf der Platte das Flair des Akustischen, was live so toll rüberkam. Die elf Titel auf dem Debütalbum von Oh, Napoleon sind ganz schön poppig ausgefallen und gehen in eine Richtung, die leider auch Ellie Goulding nach ihren grandiosen Singer-Songwriter-Anfängen eingeschlagen hat.

Aber eines muss man den fünfen aus NRW lassen. „Yearbook“ ist durchaus ein Album, das es in sich hat. Die Songs klingen eigenständig und vielseitig. Insgesamt eine richtig ordentliche Leistung für eine Band, von der bisher wohl die Wenigsten etwas gehört haben dürften. Die Stimme von Katrin Biniasch überzeugt mit einer tollen, einmaligen Klangfarbe, die Oh, Napoleon einen richtig guten Wiedererkennungswert bescheren dürfte.
Was man ebenfalls noch lobend hervorheben muss: Keine Sekunde würde man beim Hören auf die Idee kommen, dass diese Musiker aus Krefeld am Niederrhein kommen. Die Songs klingen international.

Neben der Singleauskopplung „I don’t mind“, der sich ziemlich schnell in einen verdammten Ohrwurm verwandelt, haben auch Titel wie „Falling away“, „Save me“ und „To Have / To Lose“ das gewisse Etwas.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Oh, Napoleon ihren Weg gehen werden und dass ihr Publikum erkennen wird, welches Potential in ihnen steckt.

Rating: ★★★½☆
Oh, Napoleon

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